Gelingt der dritte Erfolg in Serie?

Tanne Thalheim will am Samstag daheim gegen Meerane weiter Boden im Abstiegskampf der Fußball-Landesklasse gutmachen. Allerdings gibt es personelle Probleme.

Thalheim.

So ein entspanntes Saisonfinale, das hätte auch einmal etwas für sich. Kurz vor der Sommerpause noch einmal ein bisschen kicken, ohne dass es noch um etwas geht. René Wendler schiebt den Gedanken schnell wieder zur Seite. "Natürlich wäre das schön, aber so ist es halt nicht", sagt der Trainer des SV Tanne Thalheim.

Denn die Realität sieht anders aus. Die Zwönitztaler stecken schon die ganze Saison im Tabellenkeller fest, liegen derzeit auf dem 14. und damit drittletzten Tabellenplatz. Ganz so hoffnungslos wie noch vor Wochen ist die Lage des Vereins im Abstiegskampf allerdings nicht mehr. Denn aus den vergangenen beiden Spielen haben die Thalheimer sechs Zähler geholt. Damit haben sie wieder Tuchfühlung zu den anderen im Keller - zu Oelsnitz, Treuen und Annaberg, auch wenn sich der VfB derzeit ebenfalls stark präsentiert. "Aber alles hat sich enger zusammengeschoben", so Wendler, der mit einem guten Gefühl in die Partie gegen Meerane geht.

Dafür gibt es auch gute Gründe. Denn der Aufsteiger und Tabellenachte zehrt derzeit ein wenig von seiner starken Hinrunde. Von den vergangenen sieben Spielen verloren die Westsachsen sechs, nur unterbrochen von einem 2:0-Heimsieg gegen das abgeschlagene Schlusslicht Blau-Weiß-Chemnitz. In Hinspiel trennten sich Meerane und Thalheim leistungsgerecht 1:1. Den Ausgleich für die Erzgebirger schoss Routinier David Koch damals erst in der letzten Spielminute per Strafstoß. "Diesmal wollen wir natürlich alle drei Punkte bei uns behalten", sagt Wendler, der die Partie offensiv angehen will und dabei auf die bewährten Tugenden setzt. "Wir müssen alles was wir haben in die Waagschale werfen. Bereit sein, jeden Weg zu laufen und in jeden Zweikampf zu gehen", sagt der 47-Jährige. Ein besonderes Trainingsprogramm in der Woche habe es aber nicht gegeben. "Wenn jetzt nicht jeder Spieler weiß, was die Stunde geschlagen hat, dann ist ohnehin alles zu spät".

Aus dem Vollen schöpfen können die Gastgeber allerdings keineswegs. So ist Pierre Kretzschmar beruflich verhindert. Auch Marcus Rechner, der in der Vorwoche gegen Treuen den 2:1-Siegtreffer erzielte, fehlt - er ist verletzt. "Marcus hat ein dickes Knie", so René Wendler. Die Blessur als Folge eines Zusammenpralls habe er sich ausgerechnet bei seinem Tor zugezogen.

In die nächste Runde geht zudem das Torhüter-Dilemma. Mit Kevin Mehlhorn (langzeitverletzt) und Oliver Post fehlen gegen Meerane erneut die beiden Stammkeeper. Dazu steht Neuzugang Toni Müller, der aus Lößnitz nach Thalheim kam, ebenfalls nicht zur Verfügung. "Da", so sagt René Wendler schmunzelnd, "muss ich mir wohl wieder etwas einfallen lassen".

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