Gratmesser lässt schon zu Beginn einige scheitern

Radsport: 100 Starter bei Erzgebirgstour - Nicht alle erreichen das Ziel

Most/Markersbach.

Drei Tage im Sattel über vier Etappen inklusive Sonderprüfungen: Die Erzgebirgstour zwischen Most und Markersbach hat Radsportlern aus nah und fern am Wochenende alles abverlangt. Knapp 100 Frauen und Männer nahmen die Herausforderung an. Und schon auf der ersten Bergetappe am Sonnabend rund um den Keilberg trennte sich laut Markus Illmann vom RSV Aue als Ausrichter die sprichwörtliche Streu vom Weizen. Denn nur 90 Teilnehmer fuhren an jenem Tag über die Ziellinie. Zum Finale am Sonntag waren es noch einmal fünf weniger.

Damit stiegen mehr als zehn Radsportler im Laufe der Tour aus. Mit Bravour meisterte sie Gesamtsieger Dominic Weinreich vom LKK-Racing-Team vor Maximilian Hornung vom Herrmann-Radteam und Teamkollege Erik Schulze. Ein paar mehr Starter hätten sich die Gastgeber gewünscht. "Das Wetter spielte uns nicht in die Karten", so RSV-Vorsitzender Illmann. Er vermutet, dass auch die Anreise zum Autodrom Most als Startpunkt einige Sportler abhielt. "Manchen war das sicher zu weit." Ursprünglich sollte die Tour in Bad Schlema beginnen. Doch es gab keine Genehmigung, weshalb der Verein auf die Rennstrecke in Tschechien auswich.

Den Kurs fand Patrick Altefrohne aus dem Münsterland kaum herausfordernd. "Zu flach", sagte er und fügte hinzu: "Dafür hatten es die Bergetappen in sich. Die Anstiege waren enorm. Und steilen Abfahrten folgten sofort wieder Anstiege." Allein am Sonntag mussten die Teilnehmer 1600 Höhenmeter bewältigen. "Da hat man gemerkt, dass alle irgendwie angeschlagen waren", so Daniel Aben, ebenfalls aus dem Münsterland. Was beide lobten, war die Beschilderung. Altefrohne genoss die Fahrt durch die Wälder. "Herrlich. Bei uns zuhause ist alles flach, ganz anders hier." Für den 33-jährigen Aben war das Wetter die eigentliche Herausforderung.

Das bestätigte Rigo Schultz aus Leipzig. "Wir wussten zwar, was auf uns zukommt, aber es war schon heftig", gestand der 49-Jährige. "Irgendwann zittern die Füße, die Hände werden kalt. Der Kopf wird müde", beschrieb er sein Empfinden. Daher sei es am Sonntag bei der Rundfahrt in Markersbach nur noch ums Ankommen gegangen. "Da muss man auch darauf achten, was und wie man isst und trinkt", so der Routinier im Sattel. Das Autodrom war nicht nach seinem Geschmack. "Die Organisation ist aber super. Und die Leute sind gut drauf."

Seine Tour-Premiere feierte Martin Hölzer. "Ich wollte Trainingskilometer sammeln und Rennhärte erleben. Denn ich will beim Ötztal-Radmarathon starten", so der 34-Jährige aus Jena. Das kalte und nasse Wetter habe das Ganze noch viel härter gemacht. "Zum Teil echt grenzwertig."

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