Griff nach der Tabellenführung

Die Stollberger Badminton-Spieler gehen als Favorit ins Sachsenklasse- Derby gegen Niederwürschnitz. Doch die Gastgeber spielen ebenfalls eine starke Saison - und wollen Revanche.

Stollberg/Niederwürschnitz.

Eine Übermannschaft gibt es in der Badminton-Sachsenklasse in dieser Saison nicht. Nicht wie im Vorjahr, als die zweite Vertretung der DHfK Leipzig vom ersten Spieltag an die Konkurrenz in Grund und Boden spielte und am Ende ohne Punktverlust blieb. Der derzeitige Tabellenführer, der Radebeuler SV, hat zwar ebenfalls noch keine Niederlage auf dem Konto, ging nach sieben Spieltagen allerdings schon dreimal mit einem Remis vom Feld. Mit nur einem Punkt Vorsprung vor dem BC Stollberg-Niederdorf haben die Gastgeber nun an diesem Samstag Gelegenheit, die Rand-Dresdner abzulösen. Voraussetzung: ein eigener Sieg im Derby gegen den TSV Niederwürschnitz bei einer gleichzeitigen Niederlage von Radebeul beim Vierten Meißen.

Teil eins des Unterfangens dürfte allerdings keine leichte Aufgabe werden. Marcus Gundermann, Vize des Vereins und selbst Spieler, spricht mit Respekt über den Tabellendritten aus Niederwürschnitz. Der derzeitige Tabellenplatz des Gastgebers sei keineswegs eine Überraschung. "Bei den Männern ist Niederwürschnitz sowieso stark aufgestellt. Und auch bei den Frauen gibt es mit Sandra Kämpf eine unumstrittene Stammspielerin", sagt Gundermann, der als einzige Schwäche die zweite Position bei den Damen ausmacht. Dort sei niemand etabliert, es gebe viele Wechsel und demzufolge wenig Konstanz. In Bestbesetzung werden die Gäste aber wohl nicht auflaufen können. Gundermann selbst fehlt, für ihn darf Nachwuchsspieler Jonas Lorenz wieder ran. Bei den Frauen grassiert die Erkältungswelle. "Da entscheiden wir erst kurz vorher, wer spielen kann und wer nicht", sagt Gundermann.

Die Gastgeber wollen indesauf jeden Fall zur Stelle sein und jede Schwäche der Stollberger ausnutzen. Dass die TSV-Spieler bis in die Haarspitzen motiviert sein dürften, liegt auch am Hinspiel. Anfang September, gleich am ersten Spieltag, kassierten die Niederwürschnitzer in Stollberg ein heftige 2:6-Klatsche, die nicht vergessen ist. "Wenn wir diesmal mit einem stärkeren Aufgebot antreten, dann dürften die Zeichen anders stehen", sagt TSV-Urgestein Frank Mothes. Im Kampf um die Tabellenführung habe sich auch sein Team noch nicht aufgegeben.

Die in der Niederwürschnitzer Sporthalle am Schulweg 2 ausgetragene Partie war ursprünglich für 15 Uhr angesetzt. Beide Team einigten sich jedoch auf einen Spielbeginn bereits um 10 Uhr.

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