Große Freude über "kleinen" Pokal

Den Altkreis-Vergleich im Tischtennis hat die zweite Mannschaft des SV Schneeberg gewonnen. Auslassen musste das Siegertrio indessen das Erzgebirgsfinale.

Schneeberg.

Selbst die SG Breitenbrunn als Favorit hatte gegen die zweite Mannschaft des SV Schneeberg keine Chance. Das Team aus der Bergstadt holte sich nach zwei Jahren den Kreispokal im Tischtennis zurück. Passen musste das Trio vor wenigen Tagen. Kurz vor dem Finale der vier Besten aus dem ganzen Erzgebirge war ein Spieler erkrankt und kein Ersatz für ihn zu finden.

Dennoch ist schon der Gewinn des "kleinen" Kreispokals für die Schneeberger ein großer Erfolg gewesen. Denn in Johanngeorgenstadt traten die besten Vertretungen aus Aue-Schwarzenberg in der Endrunde gegeneinander an. Qualifiziert hatten sich dafür die Teams des gastgebenden TTV, der SG Breitenbrunn, des SV Saxonia Bernsbach und des SV Schneeberg, der als einziger Verein mit seiner zweiten Mannschaft antrat. In der von allen in der höchsten Klasse spielend, galten die Breitenbrunner als Favorit.

Laut Sören Schmeuser vom SVS entwickelten sich schon in den ersten Partien des Turniers im Modus jeder gegen jeden überaus spannende Duelle mit sehr knappen und teils glücklichen Ergebnissen. "Nach jeweils zwei absolvierten Partien besaßen lediglich die Gastgeber noch eine weiße Weste." Die Schneeberger hatten zu diesem Zeitpunkt je eine Partie gewonnen und verloren. So bot sich dem TTV gegen den SVS die Chance, ungeschlagen zum Turniersieger gekrönt zu werden. Doch es kam anders, denn die Schneeberger wuchsen förmlich über sich hinaus. Sie siegten 4:2. Nur Julius Houda und sein Bruder Sebastian verloren ihre Duelle gegen den Spitzenspieler der Gastgeber, Uwe Gündel. Es folgten Einzelsiege der Houda-Brüder und von Sören Schmeuser, ehe auch das Doppel Julius Houda/ Schmeuser gewann. Das Ergebnis brachte Spannung auch in eine andere Partie. So konnte sich Breitenbrunn wieder berechtigte Hoffnung auf den Turniersieg machen - doch der dazu nötige und deutliche Sieg gegen Bernsbach gelang nicht, da laut Schmeuser auch dieses Duell Überraschungen bot. So punkteten für Saxonia Ralf Schieck gegen Lars Meyer, Thomas Steeger gegen André Weiß und Lars Meyer sowie Rajko Bretschneider spektakulär gegen Breitenbrunns Nummer 1 Rainer Hofmann. Mehr als Ergebniskosmetik durch Hofmann/Meyer sowie von Hofmann gelang der SG nicht. Bernsbach siegte 4:2, was den Schneebergern in die Kellen spielte. Sie standen plötzlich als Pokalsieger fest, weil sie ein Spiel mehr als die Gastgeber gewonnen hatten.

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