Große Sprünge bleiben aus

Die Reiter des RFV Seifersdorf haben bei den Sächsischen Meisterschaften in Burgstädt enttäuscht. Es gab nur einen Lichtblick.

Seifersdorf.

Die Enttäuschung stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Mit vier Startern waren die Sportler des Reit- und Fahrvereins Seifersdorf am Wochenende bei den Sächsischen Meisterschaften der Dressur- und Springreiter in Burgstädt an den Start gegangen. Doch in den Kampf um die Medaillen konnte niemand aus dem Quartett eingreifen. Größter Lichtblick war noch René Köhler, der zumindest im Barrierespringen am Ende die Nase vorn hatte. Auf "Sea Lord" war er der einzige Reiter, der alle Hindernisse fehlerfrei überwinden konnte. Diese waren in einer Reihe von vier Barrieren aufgebaut, alle mit einer Höhe von 1,80 Meter. In der Meisterschaft der Damen, die über Hindernishöhen von 1,30 Meter bis 1,40 Meter entschieden wurde, schaffte es Teresa Häsler auf ihrem Pferd "Cayrado" hingegen nur auf den zwölften Platz. Ihre vier Jahre ältere Schwester Emilia wurde auf "Little Gandi" 18. Neue Sächsische Meisterin im Springreiten der Damen wurde Michelle Mothes aus Moritzburg. Die Männer traten indes in einer offenen Klasse an. Das heißt: Auch Frauen waren zugelassen. Mit Ellen Kölz aus Leisnig setzte sich am Ende auch eine Frau durch. Die Seifersdorfer Kristian Sieber auf "Campari" und René Köhler kamen in dieser Klasse auf den Plätzen 13 und 14 ein.

In der Dressur siegten Marie-Luise Misztl (Pirna) sowie Sebastian Kriebitzsch. Der Wernsdorfer schaffte das Kunststück, bei seinem dritten Landesmeistertitel keiner der drei Prüfungen für sich entschieden zu haben. Der Modus machte dies möglich - die dritte Prüfung wurde anderthalbfach gewertet. "Ich war einmal Vierter, einmal Dritter und einmal Siebter in den Prüfungen, und bin am Ende trotzdem der Gesamtsieger", freute sich Kriebitzsch, der in seinem Heimatort eine Dressurschule betreibt. In Burgstädt seien viele Starter mit neuen, jungen Pferden angetreten, sagte er.

Bei den Wettkämpfen, die zum 26. Mal in Burgstädt stattfanden, traten rund 250 Reiter mit 500 Pferden an. Nach Veranstalterangaben verfolgten mehrere hundert Zuschauer die etwa 900 Starts. "Wir sind mit dem Wochenende sehr zufrieden", sagte die Vorsitzende des gastgebenden RV St. Georg Burgstädt, Antje Dippmann. "Die Meisterschaften an sich waren dabei spannend bis zum Schluss." Der Burgstädter Verein richtete die Sachsenmeisterschaft bereits zum 26. Mal aus. Das sei aber kein Automatismus. "Wir müssen uns für die Austragung jedes Mal neu bewerben."

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