Guter Zweck sorgt für Lockerheit

Statt toller Ergebnisse geht es beim Zschopauer Lions- Cup in erster Linie um den Erlös, der in Projekte mit Kindern fließt. Dennoch zeigten die meisten Teilnehmer bei diesem Golf-Turnier gute Leistungen.

Zschopau.

Aufgrund der enormen Hitze sowie der Trockenheit der vergangenen Wochen sind die neun Bahnen der Zschopauer Golfanlage derzeit schwer zu bespielen. "Sie sind unglaublich hart", nennt Spieler Peter Luthe das große Problem. Ist es sonst auf weichem Gras leicht, mit dem Schläger unter den Ball zu kommen, so erfordern die aktuellen Bedingungen volle Konzentration und vor allem Präzision im Schwung. Trotz solcher Schwierigkeiten haben 26 Golfer am vergangenen Sonntag mehr Spaß gehabt als bei den meisten anderen Turnieren. Grund: Bei der sechsten Auflage des Lions Cups stand nicht das Ergebnis im Vordergrund, sondern der gute Zweck.

"Derzeit liegt unser Schwerpunkt auf Projekten, die vor allem der jungen Generation helfen", sagt Dirk Schönfeld. Er ist der Vorsitzende des Zschopauer Lions-Clubs, der dieses Turnier seit 2013 ausrichtet. Nachdem in der Vergangenheit unter anderem die Sanierung eines Spielplatzes in Krumhermersdorf gefördert worden war, dürfen sich diesmal die Kinder im Zschopauer Jugendclub "High Point" freuen. "Mit dem Geld soll die dortige Weihnachtsfeier unterstützt werden", erklärt Schönfeld, der den Wettbewerb mit 26 Teilnehmern vormittags eröffnete.

Als klarer Favorit ging dabei Peter Luthe an den Start, denn der 62-Jährige gehört zu den erfolgreichsten Spielern im Zschopauer Verein. Erst vor wenigen Wochen gewann er bei der Deutschen Meisterschaft für Linkshänder Silber in seiner Altersklasse. Nun auch beim Lions-Cup zu spielen, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. "Für jemanden, der eher auf der Sonnenseite steht, ist es immer wichtig, auch an andere zu denken und zu helfen", nennt er seine Motivation. Allerdings lief es für den Routinier nicht ganz nach Wunsch. Auf keiner der 18 Bahnen gelang ihm ein Birdie - also ein Ergebnis unter der Par-Vorgabe. Zu seinem mittlerweile dritten Sieg beim Lions-Cup reichte es trotzdem.

Mit seiner für ihn mäßigen Runde war Luthe die Ausnahme, denn die meisten Spieler waren durchaus zufrieden. Der gute Zweck sorgte offenbar für die nötige Lockerheit, um nicht so verbissen zu agieren wie bei anderen Turnieren. Zu den Akteuren, die ihre Spielstärke - das sogenannte Handicap - verbesserten, gehörte Anett Klein. Die 38-jährige Oberlichtenauerin, die seit Juli 2016 in Zschopau aktiv ist, wurde am Ende von Lions-Club-Mitglied Günther Schneider als beste Frau ausgezeichnet. "Das war eine meiner besten Runden", freute sich die Siegerin, die zweimal pro Woche trainiert: "Das Faszinierende am Golf ist, einen kleinen Ball so weit schlagen zu können." Diesmal passte bei vielen auch das Zielvermögen, sodass es beim Lions-Cup fast nur Gewinner gab - sowohl die Kinder im Jugendclub als auch die Teilnehmer.

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