Heimauftakt hätte spannender nicht sein können

Am zweiten Kampftag der 2. Bundesliga haben die Ringer des RV Thalheim ihr Duell gegen den KFC Leipzig mit 12:11 gewonnen. In beiden Durchgängen ging es hitzig zu.

Thalheim.

Gleich im ersten, vorgezogenen Duell, zwischen dem gerade erst von der Junioren-WM zurückgekehrten Thalheimer Benjamin Opitz (86 kg, Freistil) und dem Leipziger Gagik Egiazarian wurde deutlich, wohin die Reise an diesem Abend gehen könnte. Der junge Thalheimer griff unentwegt an. Der erfahrene KFC-Akteur hielt mit viel Kampfgeist dagegen und ließ nur einen knappen Punktsieg von Opitz zu. Es blieb ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das der RVT 12:11 gewann.

Die Gemüter in Wallung brachte der Vergleich im obersten Limit. RVT-Neuzugang Ondrej Dadak aus Tschechien offenbarte sein Potential. Der 17-Jährige ging gegen seinen 14 Jahre älteren und vor allem zehn Kilogramm schwereren Landsmann Vojtech Kukla in Führung, musste aber 25 Sekunden vor Ende der sechsminütigen Frist eine umstrittene Wertung zwei am Mattenrand gegen sich hinnehmen. Kukla hingegen hatte auf der Matte mehrfach dem abgeklärt agierenden Erstliga-Referee Andre Schedler seinen Unmut über dessen Passivitätsentscheidungen kundgetan. Bei der Verabschiedung verhöhnte er das pfeifende Publikum und war dafür mit einer Gelben Karte noch gut bedient.

Den engen Halbzeitstand von 6:5 für die Drei-Tannen-Städter ermöglichte auch ein starker Peter Haase (61 kg, klassisch), der den Moldawier Ion Lefter erstmals in einem Zweitligaduell schlagen konnte. Und auch in Durchgang zwei ging es heiß zur Sache, woran auch die Jahnsdorfer Tanzladys mit ihren Showeinlagen ihren Anteil hatten.

Das Sportlerheim an der Stollberger kochte, auch als der Ungar Erik Szilvassy (86 kg, klassisch) als weiterer Neuzugang die Heimfans mit einem 3:0 überzeugte. Der vorletzte Vergleich des Abends sollte mitentscheidend sein. Den insgesamt sechsten RVT-Erfolg fuhr William Stier (75 kg, Freistil), neu aus Werdau ins Boot geholt, nach Rückstand und einer Energieleistung kurz vor dem Ende ein. Sein Kontrahent beim 1:0: Alexander Hast, der vor der Saison vom RVT zum KFC gewechselt war.

Damit konnte es der unter der Woche etwas angeschlagene Tobias Löffler im letzten Duell etwas ruhiger angehen. Die Aufgabe für den Mannschaftskapitän: Nicht mehr als drei Teampunkte abgeben, was Löffler gelang und er dafür auch ein Lob von Sachsens Ringer-Verbands-Chef Joachim Kühn einheimste. "Tobias hat das nach anfänglichem Rückstand gut gemacht und sich besser eingestellt. Alles in allem ein sehr schöner Abend hier in Thalheim", so der 64-Jährige.

Noch vor dem Start gab es zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen, so etwa für die Teilnehmer an internationalen und nationalen Titelkämpfen. Höhepunkt war jedoch die Auszeichnung mit der goldenen Ehrennadel des Landesportbundes (LSB) für den langjährigen Abteilungsleiter, Vereinsvorsitzenden und Schriftführer André Schmidt durch LSB-Präsident Ulrich Franzen.

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