Herber Dämpfer vor dem Ligastart

Handball, Sachsenpokal: Marienberger Damen verlieren in Glauchau 25:26

Glauchau.

Dass Pokalwettbewerbe bekanntlich ihre eigenen Gesetze haben, ist den Handballerinnen des HSV 1956 Marienberg am Sonntag auf schmerzliche Weise vor Augen geführt worden. In der ersten Runde des Sachsenpokals musste sich der Sachsenligist beim Sachsenliga- Absteiger HC Glauchau/Meerane hauchdünn geschlagen geben. Dass die Zugehörigkeit zu einer höheren Liga keine Siegesgarantie darstellt und Nachlässigkeiten von den Außenseitern oft bestraft werden, äußerte sich in einer vermeidbaren 25:26-Niederlage.

Dabei hatten die Marienbergerinnen einen guten Start erwischt und führten nach sieben Minuten 5:1. Auch zur Pause hatte der HSV die Nase noch immer vorn (13:11). In der zweiten Halbzeit lief bis zum 15:12 (35.) vieles nach Plan. "Wir haben es aber leider nicht verstanden, den Vorsprung entscheidend auszubauen. Stattdessen haben wir das Spiel auf die leichte Schulter genommen und sind nicht mehr voll konzentriert aufgetreten", sagt Trainer Stefan Süßmilch: "Plötzlich unterliefen uns mehr Fehler." Der Gegner steigerte sich zudem und glich zum 15:15 aus (39.). "Das führte dann zu einer Verunsicherung bei uns", so Süßmilch.

Zwar traf Marienberg zum 16:15, doch sollte das die letzte Führung für den Favoriten sein. Nach dem 17:17 setzte es vier Gegentore in Folge. Dies war noch nicht die Entscheidung, da drei Minuten vor Schluss der Ausgleich zum 24:24 gelang. Als die Partie auf der Kippe stand, hatte Glauchau/Meerane jedoch mehr zuzusetzen. Folge war das 26:24 für die Gastgeberinnen, die nur noch einen Treffer zuließen und somit großen Frust beim HSV weckten.

"Das Spiel hat uns aufgezeigt, woran wir noch arbeiten müssen", sagt Süßmilch, der sich zudem über das Verhalten eines Zuschauers ärgerte. "Unsachliche Äußerungen" gegenüber Nadine Seidel waren für den Coach nicht nachvollziehbar. Die 19-Jährige, die erst drei Trainingseinheiten mitgemacht hat, musste durch das Fehlen von Kristin Tippmann-Wendrock gleich als Spieldirigentin ran. "Dass es dabei noch Abstimmungsprobleme gibt, ist doch logisch", so Süßmilch, der auch Verständnis für eine gewisse Nervosität hatte. "Ich war mit ihrer Leistung zufrieden", betont der Trainer, der aufgrund des Ausfalls von Lucie Hribova eine schwere Saison erwartet: "Unsere junge Mannschaft muss sich erst noch finden." (kgf)

Marienberg: Monse/Werner; Sowa (1), Gaitzsch (6), Dresel (3), Müller (1), Seidel (2), Pocris (4/3), Tinney (3), Mehlhorn (5), Heft

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