Herz des Erzgebirges schlägt bei der WM

Handball: Spieler des SV Tanne lassen sich das Ereignis nicht entgehen

Thalheim.

Der Triumph ist immer noch unvergessen. Vor mittlerweile zwölf Jahren, am 4. Februar 2007, wurde die Deutsche Handball-Nationalmannschaft zum dritten Mal Weltmeister - mit Spielern wie Pascal Hens, Oliver Roggisch und Christian Schwarzer, ewig Helden in ihrer Sportart, nicht zuletzt infolge dieses Triumphes. Nun schickt sich eine andere Generation an, in die Fußstapfen der Vorbilder zu treten. Wieder richtet Deutschland die WM aus, diesmal gemeinsam mit Dänemark, wo am 27. Januar auch das Finale ausgetragen wird. Das Eröffnungsspiel indes steigt am Donnerstag in Berlin.

Dass das Ereignis auch die Region elektrisiert, ist unter anderem am SV Tanne Thalheim zu sehen. Die Handball-Abteilung des Vereins befindet sich mitten in der Winterpause, die Vorbereitung auf wichtige Punktspiele fällt daher flach. Genügend Zeit und Muße also, sich mit dem Weltturnier intensiv auseinanderzusetzen. Bei einem reinen Fernseherlebnis wollen es die Thalheimer allerdings nicht belassen. "Wir fahren kommenden Montag nach Berlin, haben dafür einen Reisebus gemietet", sagt Martin Rößler vom Verein. Rund 40 Personen hätten zugesagt: Spieler des Frauen- und des Männerteams ebenso wie Ehemalige. Auf dem Programm stehen drei Partien. Als Ouvertüre gibt es die Partie Serbien gegen Brasilien, dann folgt der Höhepunkt mit dem dritten Auftritt der DFB-Sieben gegen Russland, bevor am späteren Abend in der Mercedes-Benz-Arena noch Frankreich gegen Korea gemeinsam geschaut wird. "Ob wir uns fantechnisch in Schale werfen, entscheidet jeder für sich, da ist nichts Gemeinsames geplant. Im Mittelpunkt steht der Sport", so Rößler, dem deutschen Team eine Wiederholung des Triumphs von vor zwölf Jahren nicht unbedingt zutraut. "Ich drücke natürlich die Daumen und denke, gegen Russland ist auch ein Sieg drin. Aber mehr als das Erreichen der Zwischenrunde wäre schon eine große Überraschung für mich", so Rößler. DHB-Vizepräsident Bob Hanning hatte zuletzt das Halbfinale als Ziel ausgegeben.

Ralf Beckmann, Chef des Zwönitzer HSV, glaubt indes, dass es womöglich sogar mit dem Titel klappen könnte. "Wenn man es schafft, sich in einen Rausch zu spielen, ist alles möglich. Vom Potenzial her hat es die Mannschaft auf jeden Fall drin", sagt Beckmann. Seitens seines Vereins sei aber keine spezielle Aktion geplant. "Es ist aber natürlich möglich, dass einige Spieler hier privat etwas auf die Beine stellen", so der Vereinschef.

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