Hochkarätiger Motocross-Sport lockt Massen an die Haldenpiste

Atemberaubende Action, tausende Besucher: Die 65. Auflage des Lugauer Motocross' hat sich erneut als Magnet erwiesen. Auch deshalb sollte der Verband einlenken.

Lugau.

Brückentag und viele Veranstaltungen haben die treuen Fans nicht vergraulen können. Sie halten bei den Lugauern zur Stange, weil auch die Akteure den hohen Stellenwert erkennen. 70 Motocrosser aus 5 Nationen waren zum Saisonabschluss an die "Glück Auf"-Strecke gekommen, um die 1450 Meter zu umrunden. Der 65. Lugauer Motocross war gleichermaßen Plattform für die sächsische und die deutsche Meisterschaft.

In der kleinsten Hubraumklasse, der bis 65 ccm, ist Sebastian Meckl aus Landsham mit einem ersten und deinem dritten Platz deutscher Jugendmeister geworden. Pech hingegen hatte Tom Landgraf vom Team MSCL Racing aus Neuwürschnitz. Der Nachwuchspilot stürzte im ersten Lauf und fiel dadurch zurück. Doch er warf die Flinte nicht ins Korn, sondern machte Meter um Meter gut und landete trotz allem auf Platz 7, im anderen Lauf gar auf Platz 5. Damit kam er im Gesamtklassement als Siebenter ein. "Der Tag begann für Tom relativ bescheiden aufgrund des Sturzes. Danach waren wir völlig zufrieden", sagte Vater Ringo. Nun blickt Tom Landgraf aufs kommende Wochenende, wo in Dreetz bei Berlin das Finale der Serie LVMX gefahren wird. Der Schüler rangiert auf Gesamtplatz 8 und möchte noch etwas bewirken. "Wir hoffen, dass er ein Stück aufrückt. Mit Sicherheit aber hat er bereits die Startberechtigung für den Supercross in Chemnitz in der Tasche", erklärt der Vater.

Bei den 85-ccm-Startern war es Maximilian Spies aus Ortrand, der sich den Titel mit den Plätzen 2 und 1 sicherte. Damit ist er Titelnachfolger von Jeremy Sydow. Der 16-Jährige vom Team Falcon mischte in dieser Saison ziemlich erfolgreich in der Europameisterschaft und im MX-Youngster-Cup auf einer KTM mit. In Lugau trat der Nachwuchsfahrer als Gaststarter der Meisterschaft MX2 an. "In der ersten Kurve wurde ich eingeklemmt, trotzdem konnte ich mich schnell nach vorn arbeiten. Die Konkurrenz fährt mit 250er-Viertaktern, da bin ich mit meiner leistungsschwächeren 125er Zweitakt-Maschine im Nachteil," so Sydow vom MSC Lugau. Er wurde Sechster und Elfter, landete in der Addition beider Läufe auf Platz 9.

In der Sachsenmeisterschaft Masters, dessen Akteure zusammen mit denen im DMSB Pokal MX2 ins Rennen geschickt wurden, war Lokalmatador Jan Uhlig tonangebend. Auf seiner Kawasaki legte er zwei souveräne Start-Ziel-Siege hin. "Ich habe die Starts erwischt, besser kann es nicht sein. Auch die Strecke ist super, sie macht einfach Spaß. Und nicht zuletzt haben mich die Zuschauer unheimlich motiviert," so der glückliche Gesamtsieger.

Wider Erwarten lässt sich resümieren, dass trotz des Hickhacks mitsamt der Aberkennung des Meisterschaftsstatusses und dadurch geringer Planungssicherheit eine tolle Veranstaltung gelang. Zwar haben sich die Lugauer für nächstes Jahr noch nicht beworben, doch seitens des DMSB sei signalisiert worden, dass es wieder eine Deutsche Meisterschaft geben wird. "Wir sind gerüstet. Zusätzlich wollen wir die Klasse 125 ccm aufnehmen, weil die Strecke perfekt für diese Maschinen passt", so Organisationsleiter und Vereinsvorsitzender Ole Stark. Zunächst aber will er die Verbandssitzung am 10. Oktober abwarten.

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