"Hormissen" lassen es prickeln

Die Volleyballerinnen aus Hormersdorf haben in der Sachensklasse einen Sieg eingefahren. Doch gegen die Limbacherinnen gelang zuvor kein Stich.

Hormersdorf.

Die Volleyballerinnen des SV Germania Hormersdorf sind es gewohnt, den Ball flach zuhalten -weil ihre Turnhalle nicht nur klein und fein, sondern auch mit einer niedrigen Decke ausgestattet ist. "Viele Teams müssen sich daran gewöhnen. Für uns ist es oft ein zusätzlicher Heimvorteil", sagt Germania-Trainer Thomas Kroschk. Geholfen hat es ihm und seinen Damen am Samstag in der Sachsen-klassepartie gegen die Volleys aus Limbach-Oberfrohna allerdings nicht. Die Hormersdorferinnen verloren in drei Sätzen (21:25, 14:25, 21:25).

Sie zeigten sich zwar im letzten Durchgang angriffslustig und glichen durch Claudia Kolbe am Netz zum 16:16 aus, fanden in der Annahme aber nie die nötige Sicherheit. "Die Limbacherinnen haben es uns über die Mitte richtig schwer gemacht. Aber auch wenn es bei uns schlecht läuft, dürfen wir uns nicht runterziehen lassen und den Spaß am Spiel vergessen. Wir werden das gleich in der Kabine besprechen", sagte Mannschaftskapitän Tina Bielig. Coach Kroschk stimmte zu: "Der erste Auftritt war nicht gerade prickelnd. Aber mit den drei Punkten gegen Volkmarsdorf hat der Doppelspieltag doch noch einen versöhnlichen Abschluss bekommen." Den gab es, weil sich Germania mit 9:25, 25:13, 25:17 und 25:9 gegen den ATV durchsetzte und den Abstiegsplatz so an die Leipzigerinnen übergab. "Im ersten Satz haben wir noch die Altlasten mit uns rumgeschleppt. Da war wohl noch die Niederlage in den Köpfen drin. Und wenn es ganz dumm kommt, kippt so das ganze Spiel", analysierte Kroschk. Doch ein guter Start in Satz 2 stachelte das Selbstvertrauen der "Hormissen" an. Sie erarbeiteten sich durch gute Aufschläge einen Vorsprung, der nicht mehr in Gefahr geriet. "Wir haben dann nichts mehr anbrennen lassen. Ich muss aber auch gestehen, dass Volkmarsdorf längst nicht so druckvoll war wie Limbach-Oberfrohna", sagte der Trainer.

Druck machte sich jedoch Cornelia Richter: Für einige ihrer Aufschläge war im Netz Endstation. "Ich bin nicht supersicher bei den Aufschlägen, aber sonst schon besser als heute. Eine Schulterverletzung hat mir etwas zu schaffen gemacht. Und natürlich will man auch seine Mitspielerinnen nicht enttäuschen", so die 45-Jährige. Sie habe erst relativ spät mit dem Volleyball angefangen: "Ich bin seit 1997 im Verein, komme aber eigentlich vom Handball", erzählte Richter. Volleyball habe sie damals den Vorzug gegeben, weil es weniger körperlich hart zugehe, es für sie aber die wesentlich ästhetischere Sportart sei. Auch in der Spielkleidung wurde beim SV Wert auf Schönheit gelegt: Richter lief wie viele ihrer Teamkolleginnen in pinken Schutzärmeln auf: "Die haben eine Wärmefunkton, schützen, wenn man auf dem Boden rutscht und sind natürlich auch so ein Blickfang", sagte die Mittelblockerin mit einem Lächeln.

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