Im Erzgebirgs-Derby chancenlos

Mit 25:38 sind die Handballer des Zwönitzer HSV in der Sachsenliga zuhause gegen die Reserve des EHV Aue untergegangen. Die Frauen sorgten unterdessen für einen Paukenschlag.

Zwönitz.

Schnell, präzise, erfolgreich: Diese Schlagwörter fassen ganz gut den Konterstil zusammen, den die Sachsenliga-Handballer des EHV Aue II am Samstag beim Zwönitzer HSV aufs Parkett brachten und der ihnen zu einem locker-leichten 38:25-Erfolg verhalf. Die Überlegenheit erkannte auch Frank Riedel, der Trainer der Zwönitzer, an. "Dieses Tempo mitzugehen war meiner Mannschaft heute nicht möglich. Der Erfolg der Auer ist sicherlich auch in dieser Höhe verdient", so Riedel, der mit Sven Hartenstein, Abwehrchef Vasek Kotesovec und Bill Hofmann allerdings auf drei Leistungsträger verzichten musste.

Mit dem Trio wäre das Spiel vielleicht knapper ausgegangen - mehr aber sicherlich nicht. Immerhin schafften es die Gastgeber zumindest in den ersten zehn Minuten, den Auern Paroli zu bieten. Mit druckvollen Angriffen und Gefahr aus allen Positionen waren die Zwönitzer im eigenen Angriff insgesamt recht erfolgreich und markierten bis zur neunten Minute fünf Treffer, die zu einer 5:4-Führung reichten. Erste Offensivfehler sollten den Gästen dann allerdings in die Karten spielen. Schnelle Tempogegenstöße wurden von den Außenpositionen immer wieder erfolgreich abgeschlossen, und so drehten die Auer das Ergebnis mit vier Treffern bis zur 15. Minute auf 5:8. Auch danach zeigte die Zwönitzer Angriffsreihe gegen die flinken Gäste immer wieder Nerven. Fehler um Fehler wurde bestraft, ein Gästekonter jagte den nächsten und so lag Aue zur Pause schon richtungsweisend mit 21:12 in Front. Im der zweiten Hälfte zeigten die Gastgeber zunächst Charakter. Die eigene Fehlerquote im Angriff sank, zudem erzielte das Team einige schöne Treffer aus dem Rückraum und verkürzte in der 44. Minute den Rückstand auf 19:26. In der finalen Phase wurden die Offensivschnitzer allerdings wieder mehr, was die Gäste mit erneuten Konterläufen zum Endstand nutzten. In der Tabelle liegen die Zwönitzer trotz der deutlichen Niederlage weiterhin auf Platz 8.

Besser machten es die Zwönitzer Frauen, die in der Verbandsliga zuhause den dritten Saisonsieg einfuhren - und das gegen den bis dahin auf Platz 3 liegenden TuS Leipzig-Mockau. Das 28:24 war insgesamt hochverdient. Dabei spürten die Zuschauer schon im ersten Durchgang, dass gegen die Gäste etwas gehen könnte. Mit insgesamt guter Abwehrarbeit, durchdachten Angriffen und einer recht guten Chancenverwertung lagen die Gastgeberinnen zumeist knapp in Führung, vermochten diese aber noch nicht auszubauen. Als den HSV-Frauen nach rund zwei Dritteln Spielzeit allerdings ein Viererpack gelang, wurden die Messestädterinnen plötzlich nervös. Ihre wütenden Angriffe scheiterten jedoch ein ums andere Mal an der sich weiter steigernden Deckung der Zwönitzerinnen, die nun geschickt konterten und den Vorsprung Tor um Tor ausbauten. Beim 28:21 war die Entscheidung gefallen. Dank des Sieges haben die HSV-Frauen die Abstiegsplätze verlassen und liegen in der Tabelle nun auf Rang 9. (mit bral)

Statistik Männer: Kerner, Treuter; Brecko (9/3), Anger (1), Fritsch, Langer (2), Becher (1), Treitschke, Schlömer (1), Löbner (7), Lieberei (5), Meischner; 2min: Zwönitz: 3/1 Disq., Aue: 3; 7m: Zwönitz: 3/3 Aue: 2/2 Frauen: Wolf, Wetzel; Mosel (8/1), M. Kaulfuß (5/1), Haunschild (4), Riedel (2), L. Kaulfuß (4/1), Hartenstein (3), Lea Thierfelder (1), Viehweger (1), Lisa Thierfelder; 7m: Zwönitz: 5/3 Mockau: 4/3 2min: Zwönitz: 1 Mockau: 1

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