In Königswalde ist der Knoten endlich geplatzt

Fußball, Erzgebirgsliga: Aufsteiger Neustädtel meldet sich zurück - Stollberg verteidigt Tabellenführung

Großrückerswalde.

Der fünfte Spieltag der Erzgebirgsliga hat auch an diesem Sonntag wieder spannende und abwechslungsreiche Partien geboten. Während an der Tabellenspitze weiter ein Favorit seine Kreise zieht, feiert ein Kellerkind endlich seinen ersten Saisonsieg.

SV Großrückerswalde - FC Stollberg 0:1 (0:1). Unterschiedliche Ansichten gab es nach dem Duell der beiden Landesklasse-Absteiger. Steven Finzelberg, Trainer der Gastgeber, sah Vorteile bei seiner Elf. "Die erste Halbzeit war sicher nicht gut von uns", so Finzelberg. "Aber für die zweite Hälfte muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Da haben wir Stollberg dominiert." Ein Punkt wäre verdient gewesen, so der SVG-Trainer weiter. Bernd Eichenmüller, Trainer des FCS, schätzte die Partie dagegen anders ein. "Wir haben das Spiel klar dominiert und vor allem defensiv eine bombastische Leistung abgeliefert", so Eichenmüller. "Wir haben keine Chancen zugelassen, sehr gut verteidigt. Ein verdienter Sieg."

SV Crottendorf - FSV Schwarzenberg 2:1 (0:0). Für die Nerven von Daniel Mannsfeld, Trainer der Crottendorfer, spielten die ersten 10 Minuten eine entscheidende Rolle. "Eigentlich müssen wir da schon 2:0 führen", so Mannsfeld. Dass es am Ende trotzdem für die drei Punkte gereicht hat, sei zwar verdient, aber auch etwas glücklich, so der Crottendorfer Übungsleiter weiter. "Wir sind die bessere Mannschaft, gehen verdient 1:0 in Führung und hören dann auf mit Fußballspielen." Nach dem 1:1 habe seine Elf Glück gehabt, dass die Gäste nicht selbst den entscheidenden Treffer erzielen, erklärt Mannsfeld.

Neustädtler SV - FSV Burkhardtsdorf 5:0 (1:0). Nach zwei Niederlagen in Folge konnte sich Aufsteiger Neustädtel eindrucksvoll zurückmelden. Dabei nutzen die Gastgeber vor allem die Fehler der Burkhardtsdorfer aus. "Es ist das alte Leid: Wir spielen das, was wir können. Aber das reicht eben nicht," erklärt Günther Teigky, Trainer der Gäste. "Wir wussten aber, dass es eine schwierige Saison wird." Man werde jetzt weiter an sich arbeiten, so Teigky weiter.

FSV Pockau-Lengefeld - FV Drebach/Falkenbach 1:0 (0:0). Der Sieg gegen die Krokusse sorgte bei Patrick Illgen, dem sportlichen Leiter des FSV Pockau-Lengefeld, für Zufriedenheit. "Die Mannschaft hat heute genau die richtige Reaktion gezeigt. Kompliment dafür." In der ersten Halbzeit habe der Gastgeber viele Chancen gehabt und hätte in Führung gehen müssen, so Illgen. "In der zweiten Halbzeit hat Drebach dann etwas aufgemacht. Das kam uns zugute, auch wenn sie ebenfalls ihre Chancen hatten", erklärt er.

VfB Annaberg II - Oelsnitzer FC 1:4 (1:1). Auch bei Aufsteiger Annaberg II hat der Oelsnitzer FC seine Siegesserie fortgesetzt. Zufrieden war André Förster, Trainer der Gäste, aber nicht. "Speziell in der ersten Hälfte war das kein guter Auftritt von uns", erklärt er. "Das Ergebnis klingt deutlicher als es war. Aber die Punkte nehmen wir natürlich gerne mit." Willy Beckert, 1. Vorsitzender des VfB und selbst Spieler, sah es ähnlich. "Wir haben mehr Spielanteile, erarbeiten uns Chancen, gehen gut in die Zweikämpfe", so Beckert. "Die Einstellung stimmt, die Mannschaft ist intakt." Aktuell zahle man Lehrgeld, mache sich aber nicht verrückt, erklärt er. "Wir arbeiten weiter. Irgendwann kommt das Erfolgserlebnis."

SV Dittmannsdorf - FV Königswalde 3:4 (1:2). Für Steffen Richter, Trainer der Dittmannsdorfer, war der Nachmittag nicht nur aufgrund der Niederlage gelaufen. Denn mit Mario Junkel, der mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausgewechselt wurde, verlängert sich die Verletztenliste der Dittmannsdorfer weiter. "Zur Zeit läuft es nicht. Verunsicherung macht sich breit", schildert Richter. "Wir kriegen gerade Tore, die man eben nur in solchen Situationen kriegt. Aber es nützt nichts", so Richter weiter, "wir müssen weiter arbeiten." Bei Nico Barthold, Trainer der Gäste, war der Jubel nach dem ersten Saisonsieg, natürlich groß. "Die erste Halbzeit war richtig gut. In der zweiten haben wir dann alles falsch gemacht, was wir zuvor noch richtig gemacht haben." Das Zittern sei unnötig gewesen, so Barthold. "Aber der Sieg war ganz wichtig für die Moral. Jetzt haben wir einen freien Kopf." (frgu)


Zahlen & Fakten zur Erzgebirgsliga

Großrückerswalde - Stollberg 0:1 (0:1)

Tor: 0:1 Kinas (32.); SR: Rau (Drebach); Z: 96

Crottendorf - Schwarzenberg 2:1 (0:0)

Tore: 1:0 Häßler (69.), 1:1 Schönrock (73.), 2:1 Süß (81.); SR: Kempf (Thalheim); Z: 106

Pockau-Lengefeld -FV Drebach/F. 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Schubert (55.); SR: Eckart (Chemnitz), Z: 120

Dittmannsdorf - Königswalde 3:4 (1:2)

Tore: 0:1 Richter (22.), 0:2/2:3 Seidler (28./63.), 1:2 Arnold (41.), 2:2 Lebeda (57.), 2:4 Bräuer (80.), 3:4 Fritzsch (81.); SR: Ullmann (Bermsgrün), Z: 80

Neustädtler SV - Burkhardtsdorf 5:0 (1:0)

Tore: 1:0/3:0 Karsunke (45./53.), 2:0 Schmidt (52.), 4:0 Otto (69.), 5:0 Gräßler (84.); SR: Gerlach (Krumhermersdorf), Z: 123

Annaberg II - Oelsnitzer FC 1:4 (1:1)

Tore: 0:1 Förster (19.), 1:1 Mehner (28.), 1:2 Seelig (56./ET), 1:3 Wunder (77.), 1:4 Gathen (89.); G/R: Annaberg II (73.); SR: Schneider (Krumhermersdorf); Z: 70

1.FC Stollberg515:413

2.Oelsnitzer FC511:412

3.Eintracht Bermsgrün511:511

4.SV Crottendorf516:119

5.Neustädtler SV516:129

6.SV Auerhammer57:49

7.FSV Pockau-Lengefeld55:59

8.FSV Schwarzenberg59:66

9.FV Drebach/Falkenbach56:66

10.SV Großrückerswalde511:105

11.SV Tirol Dittmannsdorf57:154

12.FSV Burkhardtsdorf54:174

13.FV Königswalde55:153

14.VfB Annaberg II53:121

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