In letzter Minute Remis verspielt

Die Landesklasse-Saison bietet aus lokaler Sicht bislang extreme Gegensätze. Während Marienbergs Fußballer nach dem zweiten Spieltag auf Platz 1 liegen, wartet Gelenau als Tabellenletzter noch auf den ersten Punkt.

Marienberg.

Der Trend vom ersten Spieltag der neuen Saison in der Fußball-Landesklasse West hat sich gestern fortgesetzt. Während die Gelenauer in der Nachspielzeit ein mögliches Remis noch aus der Hand gaben, feierten die Motor-Kicker aus Marienberg ihren zweiten Sieg im zweiten Spiel - und das auch noch mit dem identischen Ergebnis.

FSV Motor Marienberg gegen SV Tanne Thalheim 2:1 (2:1): Wie eine Woche zuvor in Reichenbach setzten sich die Marienberger auch gestern mit 2:1 durch. "Aber spielerisch waren wir sogar noch besser", lobt Ronny Rother sein Team. Der Motor-Coach freute sich darüber, dass die Trainingsarbeit Früchte trug und immer wieder enge Situationen mit präzisen Flachpässen aufgelöst wurden. "Wir hatten den Gegner voll im Griff", sagt Rother, für den die 2:0-Führung (30.) folgerichtig war. Nach Schüssen aus der Ferne hatten die Marienberger in Person von Kevin Werner und Kai Hamann erfolgreich nachgesetzt. "Eigentlich hätten wir sogar 3:0 führen können", fand Rother angesichts weiterer guter Möglichkeiten durch Werner und Clemens Otto. Stattdessen klingelte es aber fünf Minuten vor der Pause im Kasten der Hausherren. Aus einem Konter der Marienberger wurde durch einen Ballverlust prompt ein Tempogegenstoß der Thalheimer, die mit ihrem Anschlusstor das Erzgebirgsderby wieder spannend machten. Locken ließ sich der SV Tanne aber dennoch nicht. "Der Gegner hat auch nach dem Rückstand weiter auf unsere Fehler gewartet", berichtet Rother, dessen Mannschaft dadurch mehr Ballbesitz hatte. Trotz guter Stafetten im Mittelfeld fehlte ganz vorn oft der letzte Pass, sodass der Coach mitunter nur "gute Ansätze" sah. Ebenso freute er sich jedoch über die gute Verteidigung - inklusive Keeper Toni Grabowski - , die bei zwei Thalheimer Chancen gegen Ende stets zur Stelle war.

Marienberg: Grabowski; Lehmberg, Richter, Bauer, Schröter, Fischer (50. Neubert), Werner (90. Reichel), Günther, Otto, Simon (69. Hofmann), Hamann; SR: Schiepe (Muldenhammer); Z: 104; T: 1:0 Werner (23.), 2:0 Hamann (30.), 2:1 Koch (40.)

BSV Gelenau gegen SG Handwerk Rabenstein 1:2 (1:0): Mit einer deutlich verbesserten Mannschaftsleistung haben sich die Fußballer des BSV am zweiten Spieltag präsentiert. "Leider haben wir uns nicht dafür belohnt. Ein Punkt hätte meine Elf verdient gehabt", sagt Trainer Thomas Kersten nach dem 1:2 gegen Rabenstein. Mit einem Freistoß aus knapp 30 Metern brachte Dominik Messig die Gelenauer in Führung. "Klar war das mit Hilfe der Unterlatte etwas glücklich. Wir hätten dann unsere Konter besser ausspielen müssen", so Kersten. Doch er und in die Zuschauer mussten in der zweiten Hälfte den schönen Ausgleichstreffer aus 20 Meter Entfernung ins Dreiangel des Gelenauer Tores bewundern. Da bei den BSV-Kickern die Kräfte schwanden, konnte Rabenstein das Übergewicht beim Ballbesitz zum Siegtreffer in der zweiten Minute der Nachspielzeit nutzen. "Fußballerisch war Handwerk schon die bessere Mannschaft. Aber wir haben gemacht, was wir konnten, und waren heute endlich eine Mannschaft," bezieht sich Kersten auf die Sechs-Tore-Niederlage vom ersten Spieltag. (mit eli)

Gelenau: Kaiser; Loos (69. Hatit), Messig, Barth, Desczyk, P. Kolditz, L. Kolditz (81. Apfelstädt), Viererbe, Singer, Blohm (72. Morgenstern), Kopitzke; SR: Schiepe (Graupa); Z: 35; T: 1:0 Messig (39.), 1:1 Schmidt (65.), 1:2 Delling (90.+2)

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