In Unterzahl Moral bewiesen

Zum zweiten Mal in Folge haben die Olbernhauer Landesliga-Kicker eine 0:7-Niederlage einstecken müssen. Diesmal hatte der Trainer aber eher lobende Worte für sein Team parat.

Olbernhau.

Lockte der Fußball in Olbernhau sonst regelmäßig über 300 Zuschauer an, so hält sich das Interesse mittlerweile in Grenzen. Die Landesliga-Partie des Aufsteigers gegen den FV Eintracht Niesky wollten gerade mal 141 Fans sehen. "Da ist schon eine Trotzreaktion zu erkennen", sagte SVO-Trainer in Anspielung auf die Querelen im Verein. Auf seine Spieler hatten die jüngsten Entwicklungen allerdings keinen negativen Einfluss. Obwohl der Verein Mitte vergangener Woche verkündet hatte, kommende Saison nur noch in der Erzgebirgsliga zu spielen, bewiesen die Olbernhauer Kicker gegen den klaren Favoriten aus der Oberlausitz Kampfgeist.

Im Ergebnis spiegelte sich die gezeigte Leidenschaft nicht wider. Wie in der Vorwoche gegen Spitzenreiter Grimma zogen die Gastgeber auch diesmal gegen die auf Platz 4 kletternde Eintracht mit 0:7 den Kürzeren. Dennoch bewertete Moritz die beiden Partien im Nachhinein völlig unterschiedlich. "Diesmal hat sich die Mannschaft nicht aufgegeben. Es wäre mit etwas Glück sogar mehr möglich gewesen", lobte der Coach die Moral seiner Elf, die sich in den ersten 20 Minuten auf Augenhöhe präsentierte. "Wir hatten aus meiner Sicht sogar die besseren Chancen", betont Moritz.

Zwei individuelle Fehler brachten Olbernhau aber erneut auf die Verliererstraße. Ein riskanter 25-Meter-Pass aus der Abwehr ins Mittelfeld läutete den Konter zum 0:1 ein (20.). "Dabei gab es gar keinen gegnerischen Druck", hadert Moritz, für dessen Mannschaft es nur fünf Minuten später noch dicker kam. Als Martin Preißler der Ball versprang und ein Gäste-Stürmer davonzog, wusste sich der Verteidiger nur noch mit einem Foul zu helfen. Folge: Neben der Roten Karte gab es auch noch einen Freistoß für Niesky, der direkt verwandelt wurde.

Bis zum Seitenwechsel legten die Oberlausitzer noch zwei Treffer nach. Dabei nutzten sie unter anderem ihre Lufthoheit. "Bei hohen Bällen waren sie kaum zu verteidigen", sagt Moritz über die Kopfballstärke der Gäste. Ansonsten spielte aber auch der neue Tabellenvierte nicht überragend. "Sie waren nicht so stark, dass für uns nichts ging", freute sich der SVO-Trainer über gelungene Angriffe seiner Elf.

Selbst in Unterzahl igelte sich das Team nicht hinten ein, sondern kurbelte das eigene Angriffsspiel an. Nachdem in der ersten Hälfte ein Schuss von Toni Schuster gerade noch so geblockt worden war, hatte in den meisten anderen gefährlichen Szenen Tobias Herold seine Füße im Spiel. Jubeln durften aber nur die Gäste - noch weitere dreimal. Dagegen gingen die Olbernhauer leer aus. Sie verloren nicht nur das Spiel, sondern auch Björn Siegert, der sich kurz nach der Pause im Bereich der Achillessehne verletzte.

0:6 Fiebig (68.)

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