Jubel und etwas Frust liegen dicht beieinander

Skeleton: Kreher kann Gesetzte im Weltcup nicht gefährden - Jungk dabei

Bärenstein.

Zwar haben die Skeletonpiloten aus dem Erzgebirge zur finalen Weltcupselektion am Königssee jeweils den dritten Platz erzielt, dennoch lagen Freude und Enttäuschung nah beieinander. Denn nur der Hohndorfer Axel Jungk ist danach für die Weltcupmannschaft nominiert worden, die Bärensteinerin Susanne Kreher muss sich anderweitig bewähren.

Erstes Saisonziel erreicht: Nach Abschluss der vier Selektionsrennen der deutschen Nationalmannschaft am Sonnabend am Königssee haben sich Axel Jungk für den Weltcup und Susanne Kreher für den Intercontinentalcup qualifiziert. Die offizielle Nominierung der beiden Erzgebirger, die für den BSC Sachsen Oberbärenburg antreten, sollte anfang der Woche durch Chefbundestrainer Dirk Matschenz erfolgen. Den letzten Schritt zur Qualifikation für eine der beiden höchsten internationalen Rennserien machten die zwei Erzgebirger am Sonnabend am Königssee. Bei den dortigen Deutschen Meisterschaften gewannen sowohl Kreher als auch Jungk die Bronzemedaille. Der entthronte Titelverteidiger war nicht zufrieden. "Es lief sehr schlecht für mich persönlich. Nach einer sehr guten Trainingswoche konnte ich zum Wettkampf mein Leistungsvermögen nicht abrufen, bin nur Dritter geworden", sagte der Hohndorfer, der jetzt in Dresden lebt. "Ich darf zwar wieder im Weltcup starten, aber der Sieg gestern wäre schon wichtig für mich gewesen."

Ganz anders interpretierte seine 20-jährige Vereinskollegin die Qualifikation für den ICC. Hinter Weltmeisterin Tina Hermann aus Königssee, die zum dritten Mal in Folge Deutsche Meisterin wurde, und Vize-Olympiasiegerin Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) belegte Susanne Kreher eine guten dritten Rang. In der Ausscheidung, für die nur drei der vier Rennergebnisse gewertet werden, holte Kreher zwei dritte und einen vierten Rang. "Ich hatte diese Woche einige Probleme in der Bahn, die ich leider auch bei der Meisterschaft nicht ganz ablegen konnte", sagte die junge Sächsin. "Am Start hatte ich mir außerdem mehr erhofft, aber die letzten Wochen waren zu kräftezehrend. Deshalb bin ich froh, dass es zu Bronze gereicht hat." Hermann, Lölling und die Suhlerin Sophia Griebel, die zur vorigen WM in Whistler alle drei Medaillen abgeräumt hatten, waren bereits für den Weltcup gesetzt. Dort möchte in naher Zukunft auch Susanne Kreher hin.

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