Jungs des Außenseiters sind heiß

In Fußball-Finale um den Erzgebirgspokal treffen der FC Lößnitz II und der VfBAnnaberg aufeinander. Die Trainer erwarten ein Duell auf Augenhöhe.

Ehrenfriedersdorf.

Wenn am Samstag ab 16.30 Uhr im Ehrenfriedersdorfer Greifensteinstadion der FC Lößnitz II und der VfB Annaberg im Finale des Erzgebirgspokals aufeinandertreffen, ist dies der Abschluss einer verrückten Spielzeit. Und die Chancen stehen gut, dass auch im Finale einiges geboten wird.

Denn beide Trainer erwarten ein Duell auf Augenhöhe zwischen dem Kreis- und dem Erzgebirgsligisten, der in dieser Saison aber seinen Ansprüchen hinterher gerannt ist. Dazu kommt, dass sich die Kreisstädter gerade mitten im Umbau für die neue Spielzeit befinden. "Aber wenn wir schon im Finale stehen, wollen wir es natürlich auch gewinnen", sagt Tobias Moritz, der neue Trainer des VfB. Er sieht den Vergleich gegen den FCL II aber in erster Linie als "Standortbestimmung" für die kommende Saison. "Ich lerne die Mannschaft gerade kennen und es liegt noch viel Arbeit vor uns."

Es gibt dennoch Vorgaben, die seine Mannschaft umsetzen soll. "Wir werden nicht nachlässig agieren. Zu verschenken haben wir nichts", betont Moritz. Die Lößnitzer sind für ihn eine unbekannte Größe, wie der VfB-Coach zugibt. "Eine Mannschaft, die schwer einzuschätzen ist." Aber deren Erfolg komme nicht von ungefähr. "Wer Auerhammer mit 3:0 eliminiert, der zeigt deutlich, dass er eine starke Truppe hat", schätzt Moritz ein.

Die Lößnitzer gehen entspannt in das Finale, wissen dabei um ihre Stärken. "Die Jungs sind heiß, aber natürlich gegen Annaberg Außenseiter", sagt Trainer Josef Hutschenreuther. "Doch wenn wir wieder so auftreten wie gegen Auerhammer, sehe ich durchaus Chancen für uns." Und auch wenn der Pokal am Ende nicht in Lößnitz landet, ein Weltuntergang wäre das für Hutschenreuther und seine Elf nicht. "Wir wollen Annaberg so lange wie möglich ärgern", so der Lößnitzer Trainer. "Und natürlich wollen wir auch gewinnen. Aber wenn das nicht klappt, werden wir uns nicht verbuddeln."

Hutschenreuther hat im Vorfeld vor allem mit personellen Problemen zu kämpfen. Zwei Spieler fehlen gelbgesperrt, dazu fehlen noch einige Urlauber. Aber auch der VfB vermeldet Ausfälle: "Sebastian Halm hat sich beim Sieg in Burkhardtsdorf verletzt", bedauert Tobias Moritz. "Und hinter Richie Schulze steht noch ein dickes Fragezeichen."

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