Keine Luft ranlassen

In ihrem letzten Kampf der Hinrunde in der Regionalliga müssen die Ringer des RV Thalheim morgen gegen Luftfahrt Berlin ran. Im Fernduell mit Markneukirchen können sich die Gastgeber keine Niederlage leisten.

Thalheim.

So richtig weiß Steffen Richter nicht, was ihn erwarten wird, wenn am Samstagabend seine Athleten gegen die des SC Luftfahrt Berlin auf die Matte im Thalheimer Sportlerheim gehen. "Mit voller Kapelle sind die Berliner sehr stark und können uns gefährlich werden", sagt der Trainer des RVT. Bislang hatten die Gäste in diesem Jahr aber nicht immer die bestmögliche Aufstellung an Bord - doch am vergangenen Wochenende ließen sie einmal so richtig die Muskeln spielen. Da bezwangen sie den RV Eichenkranz Lugau deutlich 28:4.

Was die anstehenden Einzelduelle betrifft, so gestalten sich die Prognosen schwierig. So dürfte gleich im Auftaktkampf bis 57 Kilogramm der Thalheimer Emil Lehmann gegen den aus Russland stammenden Magomed Murtazaliev stark gefordert sein. Auch Peter Haase (61 kg), der bislang eine überzeugende Saison ringt, wird gegen den ungarischen Neuzugang der Berliner, Ferenc Kecskemeti, sein ganzes Können aufbieten müssen. Im Limit bis 98 Kilogramm könnte es hingegen zum rein polnischen Vergleich zwischen RVT-Routinier Radek Dublinowski und dem EM-Dritten von 2010, Adam Sobieraj, kommen. "Alles in allem hat jede einzelne Begegnung das Potenzial, ein Schlüsselkampf des Abends zu sein", betont Steffen Richter.

Am Rand steht bei den Luftfahrern ein echter Mattenfuchs. Der 39-jährige Swen Lieberamm gilt als einer der erfolgreichsten Vereinstrainer in Deutschland. Er brachte bereits Sportlern wie dem Junioren- Europameister Felix Menzel oder dem amtierenden Vize-Europameister der Männer, Martin Obst, das Ringen bei. Dementsprechend werden die Gäste ein Reihe starker Eigengewächse mit ins Erzgebirge bringen. So dürften beispielsweise Doa Küksar (71/75 kg), Adam Daraev (75 kg) und Tim Knobloch (75 kg) versuchen, den Thalheimern das Leben in den mittleren Gewichtsklassen so schwer wie möglich zu machen.

Los geht die Regionalligabegegnung wie gewohnt um 19.30 Uhr im Sportlerheim an der Stollberger Straße. Im Vorkampf empfängt Thalheim II als Tabellendritter der Landesliga den Spitzenreiter von der WKG Pausa/Plauen II. "Die Vogtländer stehen durchweg sehr stark, da brauchen wir schon etwas Glück, um eine Überraschung zu schaffen", so die Einschätzung von Steffen Richter. Auf jeden Fall sollte der klare 20:9-Erfolg aus der Vorwoche gegen Gelenau II genügend Selbstvertrauen geben. Auch die Statistik spricht für den RVT: Von den letzten fünf Heimbegegnungen gegen Pausa/Plauen ging nur eine verloren.

Der Start in den Kampfabend erfolgt allerdings bereits ab 16.30 Uhr. Dann wird es einige Freundschaftsbegegnungen zwischen Nachwuchssportlern aus Thalheim sowie aus Plauen und Pausa geben. Initiiert wurde das ganze von Jugendwart Tino Korb. "Die Jungs brauchen einfach noch ein paar Wettkämpfe, denn die Jugendliga ist dieses Jahr mit nur drei Teams leider etwas unterbesetzt", so Korb.

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