Kellerkind belohnt sich endlich

Das 3:2 von Affalter gegen Neustädtel hatten sicher nicht viele auf dem Zettel. Und es gab eine weitere Überraschung an diesem 8. Spieltag in der Fußball-Erzgebirgsliga.

Aue/Schwarzenberg.

Der Spitzenreiter hat Federn gelassen: Durch die Sosaer Niederlage in Annaberg rückte der erfolgreiche SV Auerhammer - bei derzeit einem Spiel weniger - noch näher an die Tabellenführung heran. Affalter überraschte mit einem Dreier gegen Neustädtel. Und während Schwarzenberg auswärts punktete, fuhr Bermsgrün trotz eines verheißungsvollen Beginns ohne Zähler heim.

Raschau-Markersbach - Auerhammer 0:2 (0:0). Der Tabellenzweite bleibt dem Spitzenreiter auf den Fersen. So hat der SV Auerhammer beim SV Mittweidatal Raschau-Markersbach einen laut Gäste-Trainer Mike Martin "dreckigen Sieg" geholt. 2:0 gewann seine Elf und verkürzte den Rückstand auf Tabellenführer Sosa, der parallel dazu in Annaberg patzte, auf einen Zähler. Noch dazu hat der SVA ein Spiel weniger - alles ist drin. "Gegen einen tief stehenden Gegner und auf tiefem Boden in Markersbach taten wir uns zunächst schwer", so Martin. Nach torloser erster Hälfte war es Paul Ficker, der nach einer Ecke per Volleyschuss das 1:0 (50.) erzielte. "Ein wunderschönes Tor", sagte der Trainer. Mohammed Khemiri legte per Freistoß in der 78. Minute nach. "Wobei wir da von einem Torwartfehler profitierten." Spielerisch sei Luft nach oben. "Aber insgesamt haben wir das Ganze souverän gelöst und uns Selbstvertrauen für das sicher interessante Heimspiel gegen Großrückerswalde geholt."

Tore: 0:1 Ficker (50.), 0:2 Khemiri (78.); Rot: Raschau-Markersbach (75.); SR: Wächtler (Königswalde); Z: 49 Annaberg - Sosa 2:1 (0:0). Da war der Wurm drin beim Spitzenreiter, der beim VfB Annaberg mit 1:2 das Nachsehen hatte. "Es ist einfach nicht unser Tag gewesen", sagte Gert Teubner als Abteilungsleiter des FSV Sosa ernüchtert. "Wir haben kein gutes Spiel zustandegebracht." Von technischen Fehlern, Unkonzentriertheiten und Ballverlusten war der Auftritt der Elf aus dem Köhlerdorf geprägt. Dennoch gingen die Sosaer in Führung. "Allerdings erst in der zweiten Halbzeit. Das zeigt schon, wie schwer wir uns getan haben." Es folgte eine doppelte Strafe mit Roter Karte für den Tormann und einem Foulelfmeter, den die Annaberger zum 1:1 nutzten. "Der Strafstoß geht in Ordnung. Ob der Karton nötig ist, darüber lässt sich streiten", sagte Teubner, betonte aber auch: "Verloren haben wir das Spiel selbst." Denn dem 2:1 der Annaberger hatten die Gäste offensiv nichts entgegenzusetzen.

Tore: 0:1 Dolidze (48.), 1:1 Wagner (70./FE), 2:1 Schmiedl (72.); Rote Karte: Sosa (66.), Gelb-Rot: Annaberg (87.); SR: Wenzel (Satzung), Z: 99 Oelsnitz - Schwarzenberg 0:2 (0:1). Einen soliden Auftritt bescheinigte Trainer Uwe Miller seinem FSV Schwarzenberg. Die Blau-Weißen fuhren bei Tabellennachbar Oelsnitz einen wichtigen 2:0-Sieg ein. "Wir kamen gut in die Partie und waren kämpferisch sofort präsent", berichtete Miller, der von einem verdienten Dreier sprach. "Wir ließen wirklich nicht viel zu." Constantin Beck erzielte in der 32. Minute die Führung für den FSV. Damit ging es auch in die Kabinen, wobei die Schwarzenberger nach Wiederanpfiff zunächst Probleme hatten. "Anstatt den Sack zuzubinden, lag zehn Minuten lang sogar der Ausgleich in der Luft. Eine heikle Phase", so der FSV-Coach. Doch seine Elf schaukelte das Kind über die Zeit und machte dank des 2:0 (90.) durch Philipp Hoddow quasi in letzter Minute den Deckel drauf.

Tore: 0:1 Beck (32.), 0:2 Hoddow (90.); Rot: Oelsnitz (80.); SR: Brodisch (Zschorlau); Z: 86 Affalter - Neustädtel 3:2 (1:1). Kellerkind Affalter hat den Tabellenfünften mit einem 3:2 in die Schranken gewiesen. Und das zurecht, wie SVA-Trainer Hans Dumcke fand. "Ein verdienter Heimsieg für meine Jungs, die genau das umgesetzt haben, was wir zuvor besprochen hatten." Früh ging seine Elf in Führung und setzte die Gäste unter Druck, die dann jedoch spielerisch das Ruder übernahmen. "Aber wir standen in der Defensive gut", so Dumcke. Nur einmal waren seine Männer nicht auf der Hut. Und so brachte ein schönes Solo von NSV-Mann David Otto den Ausgleich. "In der Kabine habe ich mein Team bestärkt, am Drücker zu bleiben." Das gelang den Platzbesitzern an diesem Tag prima. Sie erhöhten auf 3:1 und mussten den Anschlusstreffer erst spät verdauen. Dumcke: "Da gaben wir Neustädtel zu viel Raum. Aber am Ende blieben die Punkte bei uns. Denn wir waren auch einfach mal dran."

Tore: 1:0 Kranz (2.), 1:1 Otto (45.), 2:1 Krutzsch (60.), 3:1 Dickhardt (87.), 3:2 Otto (92.), SR: Breidel (Zöblitz); Z: k. A. Zschopau - Bermsgrün 5:2 (3:2). Für den SV Eintracht Bermsgrün war beim Tabellensiebenten nichts zu holen. Dabei gingen die Gäste sogar in Führung und holten sich diese nach dem zwischenzeitlichen 1:1 wieder zurück. Doch letztlich war es allein dreimal Christian Mehnert, der die Bermsgrüner mit zwei Ausgleichstoren zur Weißglut und letztlich auf die Verliererstraße brachte.

Tore: 0:1 Passler (21.), 1:1 Mehnert (26.), 1:2 Pohl (29.), 2:2 Mehnert (42.), 3:2 Martin (45.), 4:2 Mehnert (70.), 5:2 Walther (91.); SR: Müller (Thalheim), Z: 99

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.