Klassenerhalt bleibt das oberste Ziel

Die Tischtennisspieler von Oberligist Elektronik Gornsdorf setzen auch in der kommenden Saison vor allem auf ihre Heimstärke. Zum Auftakt geht es zu einem Aufsteiger.

Gornsdorf.

Die Vorfreude ist groß im beschaulichen Gornsdorf: Nur noch zwei Wochen, dann beginnt die neue Saison in der Tischtennis-Oberliga. Und die Elektroniker aus dem 2000-Einwohner-Ort wollen wieder kräftig mitmischen.

Die Zielsetzung des letzten DDR-Mannschaftsmeisters ist dabei betont defensiv. Es gehe auch in der Spielzeit 2018/2019 wieder ausschließlich um den Klassenerhalt. Sollte der TSV am Ende erneut über dem Strich stehen, sei es eine gute Saison, heißt es aus dem Verein. Diesem Ziel sei alles andere unterzuordnen. Basis soll erneut die Heimstärke werden: In der vergangenen Saison verloren die Elektroniker im Gornsdorfer Volkshaus lediglich ein einziges Spiel - Anfang Februar gegen den späteren Meister Beendorf (4:9).

Überhaupt war die vergangene Saison für den Oberligisten von zwei sehr unterschiedlichen Halbserien geprägt. In der Vorrunde mussten die Erzgebirger vornehmlich auswärts antreten und präsentierten sich zumeist als artige Gäste. Von den ersten fünf Auswärtsspielen gingen vier verloren, lediglich beim überforderten Schlusslicht Annaberg sprang ein doppelter Punktgewinn heraus.

Mit 7:11 Punkten lagen die Gornsdorfer zur Saisonhalbzeit nur auf Rang 8 von zehn Mannschaften. Erst in der Rückrunde und dann mehrheitlich vor heimischer Kulisse drehten die Elektroniker auf und landeten schließlich noch auf Tabellenplatz 6. In der Einzelauswertung glänzte vor allem Tomas Kabelka, die Nummer 1 des Oberligisten. Mit 28:10 Punkten und Platz 5 erreichte der Tscheche seine bislang beste Platzierung in der Oberliga. Auch Matthias Haustein (15:7) und Holger Anhut (15:11) haben eine positive Bilanz vorzuweisen. Bei den anderen Spielern des Stamm-Sechsers war diese hingegen negativ. Die Nummer 2, Martin Merker, kam auf 14:16 Zähler, Chris Ullmann auf 15:18, Stefan Meiner auf 10:28.

In die neue Spielzeit gehen die Gornsdorfer mit einem leicht veränderten Stamm-Sextett. Der Slowake Michael Jirasek, der vom Oberliga-Konkurrenten TSV Hettstedt kam, soll als neue Nummer 2 Martin Merker ersetzen, der aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht. Nummer 1 bleibt Kabelka, auf den Positionen 3, 4 und 5 spielen weiterhin Ullmann, Meiner und Haustein in dieser Reihenfolge. Dieter Stöckel ersetzt als neue Nummer 6 hingegen Holger Anhut, der als Ersatz weiterhin Gewehr bei Fuß steht, künftig aber vor allem die zweite Mannschaft verstärken soll. Denn diese ist in der vergangenen Saison aus der Bezirksliga in die Sachsenklasse aufgestiegen und soll diese nach Möglichkeit halten - das zweite große Saisonziel des Vereins.

Abgesehen von Holger Anhut sollen Vereinslegende Bernd Buschmann, Jörg Protzner und André Brückert das Ziel schaffen. Brückert wechselte in der Sommerpause vom Oberligaabsteiger Annaberg nach Gornsdorf. Ebenfalls um den Klassenerhalt kämpft schließlich die dritte Mannschaft nach dem Aufstieg in die Bezirksklasse. Die beiden Nachwuchsspieler Nils Stöckel und Niklas Müller sollen dabei Erfahrung sammeln und perspektivisch die zweite Mannschaft verstärken. Die neue Saison beginnt am 1. September. Die Gornsdorfer müssen erstmals am 8. September antreten - auswärts in Zella-Mehlis. Die Thüringer sind neben Dessau und Hohenstein-Ernstthal II einer von drei Aufsteigern. Ebenfalls neu in der Liga ist Absteiger Sponeta Erfurt. Die Blumenstädter streben die sofortige Rückkehr in die Regionalliga an und gelten gemeinsam mit Schott Jena II, Dresden und auch Hettstedt als Favoriten auf den Staffelsieg. Auf der anderen Seite der Tabelle steigen der Neunte und Zehnte direkt in die Bezirksliga ab, der Achte muss in die Relegation.

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