Knapper Sieg rettet Schneeberg vor Absturz

Handball, Sachsenliga: SVS landet gegen Zwickau wichtigen Heimerfolg

Schneeberg.

Enge Kiste im Sachsenliga-Derby: Die Handballerinnen des SV Schneeberg haben am Sonnabend vor heimischer Kulisse endlich wieder jubeln dürfen. Denkbar knapp gewannen sie gegen die Bundesligareserve des BSV Sachsen Zwickau mit 22:21 (12:8). Das bedeutete immens wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg. Dank der zwei Punkte halten die Bergstädterinnen den Anschluss ans Mittelfeld.

"Das Spiel war nicht nur aufgrund des Derbycharakters besonders", so Schneebergs Trainer Sascha Thieme. Zugleich ging es darum, einen Tabellennachbar zu bezwingen. "Zwickau rangierte mit zwei Punkten mehr nur zwei Plätze vor uns." So nahmen sich die Parkettbesitzerinnen mit fast kompletten Kader viel vor. "Und wir waren ab dem Anpfiff hellwach", so Thieme. Diese Tugend hatte seine Sieben zuletzt teils vermissen lassen. "Aus einer sicheren Defensive heraus gelangen mehrere Ballgewinne, die wir in erfolgreiche Angriffe ummünzen konnten." Daraus resultierte eine 3:0-Führung in der 6. Minute. Die Gäste kämpften sich jedoch heran. "Es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe." Zwar behielt der SVS den BSV defensiv im Griff, schluderte aber mit seinen Chancen - 9:8 (24.). Danach erst brachte ein 3:0-Lauf noch das beruhigende 12:8 zur Pause.

Nach Wiederanpfiff bauten die Gastgeberinnen den Vorsprung auf 14:8 (34.) aus. "Die Abwehr stand sicher, erkämpfte Bälle." Doch offensiv haperte es, so dass das Polster bis auf 15:14 (45.) schmolz. Schneeberg berappelte sich und glaubte den Erfolg beim 21:17 (56.) fast sicher, ehe die Gäste alles in die Waagschale warfen und 45 Sekunden vor Ultimo auf 20:21 verkürzten. "Spannung pur", so Thieme. Aber nach einer letzten Auszeit gelang seinem Team 16 Sekunden vor Ablauf der Uhr das 22:20. Somit war für Zwickau nicht mehr als der erneute Anschluss möglich. "Mit der Defensivleistung im Abwehr-Torhüter-Verbund war ich sehr zufrieden", so Thieme nach der Partie. Sie sei wegen einer schlechten Chancenausbeute gegen Ende noch zum Krimi geraten. Trotzdem lobte der Trainer sein Team. "Alle haben im letzten Angriff kühlen Kopf bewahrt - und so den Erfolg gesichert."

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