Kräfteverschleiß führt zu Fehlern

Aues Handballer haben beim Traditionsverein in Gummersbach eine Überraschung verpasst. Eine Neuverpflichtung setzte sich im Tor in Szene.

Aue.

Bis zur 45. Minute sah es in der Zweitliga-Begegnung des EHV Aue beim VfL Gummersbach nach einer kleinen Sensation aus: Die Erzgebirger hielten beim Favoriten ordentlichen mit. Sie waren schnell unterwegs, verteidigten geschickt und hatten immer wieder Ideen im Angriff. Doch es reichte nicht: In der letzten Viertelstunde ging den Erzgebirgern die Puste aus. Die Schützlinge von Stephan Swat ließen Federn und mussten sich letztendlich mit 27:32 (13:14) in der Schwalbe-Arena geschlagen geben. Der Cheftrainer war nach der Begegnung trotzdem nicht ganz unzufrieden: "Wir haben einen sehr engagierten Auftritt abgeliefert", sagte der Coach und betonte, dass es eine Dreiviertelstunde sehr gut aussah. "Dann sind uns leider ein paar Fehler unterlaufen. Sicherlich war es bei uns auch eine Kraftfrage." Die Wechseloptionen halten sich beim EHV nach wie vor in Grenzen, so spielten die Gäste mit sieben Leuten durch. Gummersbach hingegen hatte mächtig viel Personal auf der Bank, konnte immer wieder für frisches Blut sorgen. "Ein Team wie Gummersbach nutzt das natürlich." Jedoch ärgerte sich Swat vor allem über 19 Tore, die sein Team in der zweiten Halbzeit kassierte. "Das sind einfach zu viele", so der Trainer.

Beim Traditionsverein schenkte er im Tor Neuverpflichtung Anadin Suljakovic das Vertrauen, und dieser zahlte es in der ersten Halbzeit mit einem überaus überzeugenden Auftritt zurück. Sechs Bälle parierte der erst 21-Jährige in diesen 30 Minuten. Swat hörte bei der Entscheidung auf seinen Bauch und wurde nicht enttäuscht: "Ich hoffe nun, dass die Leistung konstant weiter nach oben geht, dass er schnell in der 2. Liga ankommt und sich an dieses Niveau gewöhnt." Denn wichtig sei, so der Trainer, dass Suljakovic seine Leistung über ein langes Zeitfenster abrufen kann.

Ein überragendes Spiel machten auch Bengt Bornhorn und Adrian Kammlodt. 16 Tore gingen auf das Konto dieser beiden. Beide erzielten jeweils acht Treffer. Bornhorn erwies sich dreimal nervenstark von der Siebenmeter-Linie.

Ärgerlich waren in der ersten Halbzeit zwei Zwei-Minuten-Strafen für Kevin Roch. "Die waren sehr hart, weil sie auch sehr früh kamen", so Swat. Er glaubte, dass sich selbst Gummersbach in diesen Situationen gewundert haben, dass sie plötzlich in Überzahl waren. Doch in dieser Spielphase konnten die Gastgeber keinen Profit aus der Überzahlsituation schlagen. Aue spielte in diesen Minuten mit einem Mann weniger besonders clever.


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