Lauffreudige nehmen Flockenwirbel gelassen hin

Schnee und Kälte haben den 5. Lößnitzer Salzlauf nicht ausbremsen können. 380 Kinder, Frauen und Männer spurteten munter drauflos.

Lößnitz.

Verkehrte Welt auch für den Sieger über den langen Kanten des 5. Lößnitzer Salzlaufs. "Dafür, dass es kälter war als vor vier Wochen auf der Loipe, lief es ganz gut", sagte Matthias Flade als Gewinner über 21,1 Kilometer und schmunzelte. "Am Anfang war es schon frostig, aber beim Laufen wird man relativ schnell warm. Und dann macht es richtig Spaß", fügte der Starter vom DJK SC Vorra in Bayern hinzu.

1:21:42 Stunden reichten ihm am Sonntag zum Sieg - vor Andy Offenderlein von den Dunkelwaldläufern aus Schwarzbach, der 7:42 Minuten länger brauchte. Den 3. Platz sicherte sich Karsten Schmidt von Traktor Albernau in 1:33:12 Stunden. "Ich war schon einige Mal dabei", sagte er. Doch bisher mischte er nur in seiner Altersklasse vorn mit. "Jetzt bin ich Gesamt-Dritter. Das fühlt sich gut an." Zumal es gegen starke Konkurrenz wie Ausnahme-Athlet Matthias Flade ging. Steffen Höll vom SuL Lößnitz meisterte die lange Strecke in 1:42:30 Stunden und gewann Bronze in der AK 50. "Ich hatte Schlimmes befürchtet. Wenn es die ganze Zeit warm ist und beim Lauf selbst plötzlich so kalt, besteht die Gefahr, dass man sich verschätzt. Aber es lief gut", sagte er. Nur zwei Frauen wagten sich an den Halbmarathon heran. Dabei setzte sich Mandy Herold (1:34:33 h) aus Niederdorf vor der Lengenfelderin Kathrin Kohlmüller (2:01:35) durch. Über zehn Kilometer waren Stefan Seidel (0:37:07) aus Adelsberg und die Plauenerin Jana Richter (0:42:45) am schnellsten. Das beste Ergebnis aus lokaler Sicht gelang bei den Frauen Lisa Gelfert (0:48:01) vom SV Schönheide als Gesamt-Fünfte und Erste in der AK 20. "Das Wetter liegt mir. So lief es deutlich besser als vorige Woche beim Göltzschtal-Marathon, bei dem ich über zehn Kilometer gestartet bin." Nun fiebere sie dem Auftakt der Duathlon- und Triathlon-Saison Anfang Mai entgegen. Bei den Männern schob sich aus hiesiger Sicht Tim Schicker (0:38:55) vom SV Burkhardtsgrün am weitesten nach vorn - mit Gesamtplatz 5 und Rang 3 in der AK 20. "Ich hatte nicht die perfekte Vorbereitung, was sich beim Laufen bemerkbar machte", haderte der 23-Jährige mit sich.

Dass trotz des winterlichen Wetters samt Flockenwirbel 380 Läufer vor der Erzgebirgshalle an den Start gingen, freute Veranstalter Carsten Schmidt. Vorbereitet waren Strecken ab 300 Meter für die Jüngsten bis hin zum Halbmarathon für Routiniers, eine Nordic-Walking-Runde und eine Wandertour. "Respekt allen, die gestartet sind." Sicher wären es bei besserem Wetter mehr Nachmeldungen gewesen. "Aber es gab auch parallel zu unserem Salzlauf einige Wettkämpfe, die uns Läufer gekostet haben." Alle Ergebnisse vom Sonntag in Lößnitz gibt es im Internet. www.triathlon-service.de

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