Lehren aus Pokal-Aus gezogen

Konzentrationsmängel in Abwehr und Angriff kostetenMarienbergden Einzug in die nächste Runde. In der Sachsenliga wollen es die HSV-Handballerinnen nun besser machen.

Marienberg.

Die Generalprobe für ihre sechste Sachsenliga-Saison haben die Handballerinnen des HSV1956 Marienberg vergeigt. Nach der Pokal-Niederlage beim AAC Leipzig am ersten Liga-Spieltag sofort in die Erfolgsspur zu finden, dürfte schwer werden. Schließlich ist das Team am Sonntag ab 15.30Uhr beim SC Hoyerswerda gefordert. Da der Tabellenvierte der Vorsaison in seiner heimischen Arena auf den amtierenden Vizemeister trifft, lässt sich durchaus von einem Spitzenspiel sprechen.

Spannung scheint garantiert, zumal bei den Vergleichen im vergangenen Spieljahr jeweils das Gäste-Team die Nase vorn hatte. Dabei gewannen die Marienbergerinnen in Hoyerswerda überraschend deutlich mit 33:27, mussten sich zuhause aber mit 23:25 geschlagen geben. Rückschlüsse auf das anstehende Duell lassen diese Ergebnisse allerdings nicht zu, da es wie bei vielen anderen Vereinen personelle Wechsel in der Saisonpause gab.

Der HSV muss unter anderem den Abgang von Torjägerin und Kreisläuferin Ioana Pocris kompensieren. Erschwerend kommt nun noch hinzu, dass die erkrankte Trainerin Lucie Hribova weiterhin pausieren muss. "Leider konnte ich seit voriger Woche die Mädels nicht trainieren. Es wird ein schweres Spiel, in dem viel von der Tagesform abhängen wird", blickt die langjährige Leistungsträgerin dennoch voraus. "Viel hängt auch davon ab, wie viele technische Fehler wir uns leisten und ob wir mit angezogener Handbremse spielen oder das zeigen und umsetzen, was wir bisher immer trainiert haben", so Hribova.

Die Anweisungen werden wieder von Marcela Splechtova kommen, die als Spielertrainerin fungiert. Sie hofft, dass alle Spielerinnen wieder das Selbstvertrauen an den Tag legen, das ihnen im Pokal abhanden kam. In der Abwehr gelte es, aggressiver und cleverer zu agieren. Vor allem Siebenmeter für den Gegner sollten vermieden, eigene Konter dafür konzentriert vollendet werden. Zuletzt seien genau das Schwachstellen des HSV gewesen, der nun mutiger auftreten will. (kgf)

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.