Lengefelder übernimmt das Ruder

Vor allem um das Jahr 2019 ist es bei der Sitzung des Kreissportbunds in Schwarzenberg gegangen. Verkündet wurde zudem eine wichtige Personalie.

Schwarzenberg.

Seit Sommer hatte Jörg Hänsel das Amt kommissarisch inne. Mit Beginn dieses Monats wurde der 51-Jährige aus Pockau-Lengefeld ganz offiziell als Geschäftsführer des Kreissportbunds (KSB) Erzgebirge berufen. Auch darüber wurden diesen Montagabend die gut 60 Delegierten während der Sitzung des Hauptausschusses in Schwarzenberg informiert.

Hänsel tritt die Nachfolge von Daniel Schneider an, der das Erzgebirge im Juli nach gut sechs Jahren verlassen hatte. "Ich freue mich, dass wir Jörg Hänsel für diese Aufgabe gewinnen konnten. Er bewältigt sie schon jetzt sehr gut", so KSB-Präsident und Erzgebirgslandrat Frank Vogel. Bisher kümmerte sich der dreifache Familienvater um die Finanzen. Diese Stelle wird ab November neu besetzt. "Den Schritt habe ich mir gut überlegt", so Hänsel. Es sei ihm eine Herzensangelegenheit, die er aufgrund "eines hervorragenden Teams in Geschäftsstelle und Umfeld" gut meistern könne. "Ohne meine Mannschaft wäre ich nichts", nutzte er eine Metapher des Sports. Apropos: Seine sportliche Heimat liegt im Orientierungslauf. Hänsel engagiert sich als Trainer mit B-Lizenz, Vereinsmanager und im Vorstand des SV Lengefeld. Beruflich war der gelernte Steuerfachangestellte zuletzt als Finanzberater in der freien Wirtschaft tätig. "Das schraube ich zurück, um mich ganz meiner neuen Aufgabe zu widmen." Ansonsten blieb die Sitzung in Schwarzenberg ohne Überraschungen. So drehte es sich im Wesentlichen um 2019. Wie sich die Lage im Rückblick auf 2020 darstellt, sei indes abzuwarten. Ein wichtiges Papier segneten die 66 Stimmberechtigten aus den Vereinen des Erzgebirges ab: Sie bestätigten den Wirtschaftsplan fürs laufende Jahr. Das hätte schon im Frühjahr geschehen sollen, doch die damals angesetzte Hauptausschuss-Sitzung wurde wegen Corona auf den jetzigen Termin verschoben. Einstimmig ging auch der Jahresabschluss 2019 durch. Er ergab einen Überschuss von rund 25.600 Euro. Das ist laut Schatzmeisterin Heike Smolinski weniger als geplant. Hauptgrund für das Abschmelzen des Jahres-Anfangsbestands von 56.000 Euro auf nun 25.600 Euro seien Mehrausgaben für die Dankeschön-Veranstaltung für Ehrenamtler, die der KSB im September 2019 im Auer Erzgebirgsstadion ausgerichtet hat. 3500 Euro mehr als vorgesehen kostete zudem Technik, die ersetzt werden musste - etwa ein Kopierer und ein Laptop. Letztlich standen Einnahmen von 636.000 Euro rund 611.000 Euro an Ausgaben entgegen.

Mit 466 - zwei weniger als 2018 - blieb die Zahl der Vereine stabil. Letztere zählten voriges Jahr mit 56.060 Mitgliedern rund 1900 Frauen, Männer und Kinder mehr als noch 2018. Damit rangiert der KSB Erzgebirge im Sachsenvergleich auf Rang 3 hinter Dresden (110.200) und Leipzig (100.742).

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