Licht und Schatten beim Heimturnier

Die Herren des Zwönitzer HSV haben am Wochenende den Handball-Pokal der Stadtverwaltung gewonnen. Deutlich schlechter lief es für die Frauen - deren schwacher Auftritt allerdings Gründe hatte.

Zwönitz.

Freud und Leid lagen bei den Handballern des Zwönitzer HSV am Wochenende dicht beieinander. Sowohl Frauen als auch Männer waren bei ihrem eigenen Turnier um den Pokal der Zwönitzer Stadtverwaltung gefordert. Während die Herren am Samstag die Trophäe nach oben recken durften, war für die Damen einen Tag später nichts zu holen.

Die Männer wurden auf dem Parkett der Zwönitzer Sporthalle dabei ihrer Favoritenrolle gerecht. Der Aufsteiger in die Landesliga musste sich mit dem SV Lok-Leipzig-Mitte sowie mit den Reserven des SV 04 Plauen-Oberlosa, der HC Glauchau-Meerane sowie der HSG Freiberg auseinandersetzen - alles Teams aus der klassenniedrigeren Verbandsliga. Vier Auftritte, bei denen die Erzgebirger jeweils als Sieger das Spielfeld verließen - am knappsten war noch das 16:14 im letzten Spiel gegen Glauchau. "Das war ein verdienter Erfolg. Wir haben uns durchgekämpft", sagte Steven Szpetecki, Handball-Abteilungsleiter des HSV. Das Turnier, bei dem der Zwönitzer Jiri Brecko hinterher zum besten Spieler gekürt wurde, sei ernsthafter Bestandteil der Vorbereitung auf die neue Saison gewesen, auf die Trainer Frank Riedel optimistisch schaut. "Als Aufsteiger wird es immer schwer. Aber ich denke, wenn wir unsere Möglichkeiten ausschöpfen, haben wir eine reale Chance, die Liga zu halten." Bereits Mitte Juni hätten er und sein Team mit den Grundlagen begonnen. "Jetzt sind wir im Bereich Ball und Taktik."

Zweiter im Männerturnier wurde übrigens Plauen-Oberlosa II, Rang 3 ging an Glauchau-Meerane II. Für einen Wermutstropfen sorgte die Verletzung des Freiberger Spielers Bastian Frohs. Dieser kugelte sich die Schulter aus und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Überhaupt nicht rund lief es hingegen für die Zwönitzer Frauen am Sonntag. In einem Feld aus sechs Teams wurde die Mannschaft, die in der vergangenen Saison aus der Bezirks- in die Verbandsliga aufgestiegen ist, Letzte. Nach einem 8:18 gegen Schneeberg und einem 11:12 gegen Raschau-Beierfeld ging es nur noch um Platz 5 - doch auch diese Partie gegen Langenhessen/Crimmitschau ging mit 11:18 verloren. Trainer Ralf Beckmann relativiert aber. "Das Ergebnis ist erwartungsgemäß. Wegen Urlaubs und Krankheit haben wir im Grunde mit der zweiten Mannschaft spielen müssen", sagt der Trainer und Vereinschef. In der Summe sei man daher einfach zu schwach aufgestellt gewesen. "Das Level war für das Turnier nicht ausreichend." Die zweite Mannschaft der Zwönitzer Frauen, die den sportlichen Aufstieg ebenfalls geschafft hat, wird in der kommenden Saison im Übrigen weiter wie bislang in der 1. Bezirksklasse um Punkte kämpfen. "Die Bezirksliga ist aktuell einfach eine Nummer zu groß", sagt Szpetecki. Zweck des Teams sei in erster Linie, dass die älteren, erfahreneren Spieler die jungen Leute an den Erwachsenenbereich heranführen. Mit der ersten Mannschaft die Klasse in der Verbandsliga zu halten, werde schwer genug. "Wir werden alles dafür geben, dass wir nicht gleich wieder runter müssen. Dafür sind wir ganz gut aufgestellt", so der Abteilungsleiter.

Bevor am ersten September-Wochenende wieder der Ligaalltag beginnt, wartet erst einmal der Pokal. Die Frauen treffen in der ersten Runde zuhause auf den alten Ligarivalen Fraureuth - das Gastspiel dort ging in der vergangenen Saison knapp verloren. Die Männer haben auswärts bei Verbandsligist SV Niederau ebenfalls einen harten Brocken vor der Brust.

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