Lokalmatadoren lassen Herzen der Fans höher schlagen

Als Drittplatzierter der DM Open sorgte nicht nur Dominique Thury beim 66. Lugauer Motocross für Jubel bei den Gastgebern.

Lugau.

Atemberaubender Motocross-Sport mit hochkarätiger internationaler Beteiligung hat am Sonntag rund 1500 Zuschauer an die gut 1400 Meter lange "Glück-Auf"-Strecke an der Lugauer Gottes-Segen-Schacht-Halde gelockt. 85 Motocrosser aus sieben Nationen kämpften in drei Kategorien um Siege und Platzierungen. In der offenen Klasse der deutschen Meisterschaft stand Lokalmatador Dominique Thury aus Schneeberg vom Team KTM-GST Berlin im Interesse der Fans.

Der 24-Jährige, der dem gastgebenden MSC Lugau als Mitglied angehört, hielt sich im ersten der beiden Läufe nahezu ausnahmslos im Windschatten seines Teamkollegen Chistian Brockel aus Petershagen auf. Dieser verstand es jedoch geschickt, den knappen Vorsprung ins Ziel zu retten. Thury landete in dem Kopf-an-Kopf-Rennen auf Platz 2. Im Folgelauf erwischte Thury einen weniger guten Start. Dennoch fuhr der Erzgebirger bis auf Platz 4 vor, der am Ende Gesamtrang 3 bedeutete. "Die Zuschauer waren gut aufgelegt, das hat mich sehr motiviert", sagte Thury. Nach der zweiten DM-Station ist das Fahrerfeld punktemäßig näher zusammengerückt, was weiterhin Spannung im Titelkampf verspricht.

Ebenso erfolgreich, aber eher unauffällig unterwegs war Stefan Ekerold, Sohn des südafrikanischen Straßenweltmeisters von 1980 und siebenfachen Grand-Prix-Siegers Jon Ekerold. Beide leben seit mittlerweile vielen Jahren in Deutschland. Ekerold jr. fuhr mit den Plätzen 5 und 7 im Klassement auf Rang 6: "Die Strecke ist toll und die Sprünge machen richtig Spaß", so sein Fazit.

Aber auch in den anderen Klassen ging es hoch her. In der sächsischen MX-2-Wertung ließ mit Jan Uhlig ein weiterer Lokalmatador die Herzen der Fans höher schlagen. Der Lugauer Kawasaki-Fahrer dominierte beide Läufe. Bei den Youngsters kam Sören Gatzsch aus Lugau auf Rang 3 ein. Hinter René Halbauer aus Teichwolframsdorf belegten Thomas Glöckner aus Oelsnitz und Marco Wildenhain aus Lugau im Ü-45-Klassement der Oldie-Sachsenmeisterschaft die Plätze 2 und 3.

Damit die Rennen ausgetragen werden konnten, waren an zwei Stellen der Strecke Umgestaltungsmaßnahmen nötig. Selbst Thury setzte sich dabei in einen Bagger und gestaltete eine neue Kurve aus seiner Sicht, so Rennleiter Thomas Krodel. Ebenso musste das Fahrerlager in diesem Jahr auf einen Asphaltplatz ausweichen.


"Alles bestens. Kein Protest, kein Abbruch."

Als Rennleiter hielt Thomas Kordel vom MSC Lugau beim 66. Internationalen Motocross die Fäden in der Hand. Thomas Fritzsch sprach mit ihm.

Wie sind Sie mit der Beteiligung zufrieden?

Es ging schleppend los. Zunächst lagen bei Nennschluss sehr wenige Anmeldungen vor. Doch zunehmend hatte sich wohl herumgesprochen, dass wir in Lugau eine super vorbereitete Strecke haben. Wir sind mit den Zahlen sehr zufrieden. Die Startanlage ist mit 30 Fahrern voll ausgelastet.

Und wie schätzen Sie den Verlauf der Rennen ein?

Alles bestens. Kein Protest, kein Abbruch. Die Strecke wurde zwischendurch immer wieder gepflegt, was zur Zufriedenheit der Fahrer beigetragen hat. Dank der richtig schnellen Piste haben die ebenso begeisterten Zuschauer unter anderem spektakuläre Sprünge gesehen. Nicht zuletzt hat uns das Wetter in die Karten gespielt. Es war weder zu kalt noch zu warm.

Wie viele Leute waren im Einsatz?

Alle Bereiche zusammengezählt haben wir um die 65 Helfer aufbieten können. Auch zum 67. Motocross am 1. Oktober können wir auf sie zählen.

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