Marienberg tankt im Kellerduell neuen Mut

Handball, Sachsenliga: HSV-Damen setzen sich in Radeberg mit 48:23 durch

Radeberg.

Beim Tabellenletzten der Sachsenliga, dem Radeberger SV, ist den Handballerinnen des HSV 1956 Marienberg ein 48:23-Kantersieg gelungen. Obwohl der Kader der Gäste mit zwei Torhüterinnen und nur einer Auswechselspielerin fürs Feld überschaubar war, zeigten sie über 60 Minuten eine bärenstarke Leistung. Nur ganz zu Beginn wirkten die HSV-Damen gegen die gegenüber der Vorsaison neu formierten Gastgeberinnen leicht verunsichert.

Als in der 15. Minute eine 11:4-Führung auf der Anzeigetafel leuchtete, hatte sich die nervliche Belastung, die durch die jüngsten Niederlagen entstanden war, endgültig gelegt. Fortan setzten sich die Gäste mit sehenswerten Aktionen weiter ab, sodass sie mit einem beruhigenden Vorsprung (25:12) in die Kabinen gingen. Auch nach dem Seitenwechsel baute die HSV-Sieben ihre Führung kontinuierlich aus. So stand es in der 52. Minute bereits 43:20. Der zweite Sieg im sechsten Spiel war da schon längst unter Dach und Fach. Als Tabellenachter befindet sich Marienberg zwar weiterhin in der abstiegsgefährdeten Region, aber der Kontakt zum Mittelfeld ist wieder hergestellt.

"Es war heute der angestrebte Pflichtsieg, der mit einer guten Teamleistung gelungen ist. Das sollte uns wieder Selbstvertrauen für die deutlich schwereren Aufgaben geben, die jetzt auf uns warten", sagt Trainer Stefan Süßmilch, der Radeberg als ersten Absteiger einschätzt. Positiv am klaren Spielverlauf war zudem, dass der Coach unter Wettkampfbedingungen einiges ausprobieren konnte. Auch die Torhüterinnen konnten sich beweisen. "Beide haben jeweils eine Halbzeit gehalten und ihre Sache wieder gut gemacht", so Süßmilch.

Alle Feldspielerinnen konnten sich in die Torschützenliste eintragen, wobei Vivian Dresel vier der ersten fünf Treffer erzielte und dem Team somit Sicherheit gab. Mit elf Treffern war sie letztlich die erfolgreichste Werferin, gefolgt von Ioana Anna-Maria Pocris (10). "Auch wenn der Sieg erst einmal sehr erfreulich ist, werden wir ihn nicht überbewerten", stellt Süßmilch allerdings klar. Schließlich warte mit dem USV TU Dresden nun ein starker Gegner, "der uns deutlich mehr abverlangen wird", so der Trainer.

Marienberg: Werner/Monse; Sowa (4), Tippmann-Wendrock (2), Pocris (10/2), Dresel (11/2), Seidel (6), Tinney (7), Mehlhorn (8)

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