Mauersberger hadern mit sich selbst

Der erste Doppel-Heimspieltag hat den Volleyball- Teams der SG Mauersberg kein Glück gebracht. Mehr als ein Pflichtsieg für die Herren war nicht drin.

Mauersberg.

Ein Pflichtsieg, eine ärgerliche und zwei zu erwartende Niederlagen - die Bilanz der Mauersberger Volleyball-Teams an ihrem doppelten Doppel-Heimspiel fällt nur teilweise positiv aus. Während die Damen ihre beide Partien verloren, holten sich die Herren zumindest drei der anvisierten vier Punkte.

Keine Zähler konnten die Damen der SG Mauersberg in der Sachsenklasse verbuchen, auch wenn die meisten damit gerechnet hatten. "Ein Sieg wäre eine Überraschung gewesen", schildert Monique Ehrig die geringe Erwartungshaltung. Schon im ersten Spiel des Tages gegen den Tabellenvierten aus Volkmarsdorf offenbarten die Erzgebirgerinnen ihre entscheidende Schwäche an diesem Tag. "Wir hatten große Probleme bei der Annahme", so Ehrig. "Wenn wir die ordentlich hinbekommen haben, konnten wir auch Druck aufbauen. Aber das ist leider zu selten geschehen." Während beim 1:3 (18:25, 9:25, 25:21, 11:25) gegen Volkmarsdorf immerhin noch ein Satzgewinn zu Buche stand, ging das Duell gegen den Dritten TSV Leipzig glatt mit 0:3 (21:25, 14:25, 9:25) verloren. "Wir spielen zur Zeit sehr instabil, die vielen Niederlagen schlagen aufs Gemüt", erklärt Monique Ehrig. Der Kampf gegen den Abstieg ist nicht ausgestanden, so die SG-Spielerin weiter.

Dass das erste der beiden Duelle der SG-Herren in der Bezirksliga eine enge Kiste werden würde, war Michael Ehrig, Spielertrainer der Erzgebirger, schon im Vorfeld bewusst. "Die Tagesform wird entscheidend sein", hatte er prophezeit. Und die sprach nach gut anderthalb Stunden nicht für die Mauersberger, die das Duell gegen die L.O. Volleys mit 1:3 (23:25, 21:25, 25:23, 21:25) verloren. "Da war mehr drin", ärgert sich Ehrig. Er hatte mir mehreren kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfällen zu kämpfen, so fehlte unter anderem Außenangreifer Tim Natzschka. Das hatte Folgen für die dezimierten Erzgebirger. "In den entscheidenden Phasen haben uns heute einfach die Wechseloptionen gefehlt", erklärt der Spielertrainer, der die dünne Personaldecke aber nicht als einzige Begründung gelten lassen will. Auch die eigene Unkonzentriertheit gab den Ausschlag zugunsten der Gäste. "Die Sätze waren identisch: Wir liegen früh zurück, kämpfen uns ran, spielen den Satz aber nicht ordentlich zu Ende." Immerhin: mit dem standesgemäßen 3:0-Sieg (25:6, 25:8, 25:15) gegen den Tabellenletzten Chemnitzer PSV sicherten sich die SGM-Volleyballer drei der anvisierten vier Punkte. "Mit ein wenig Wut im Bauch haben wir die Partie konzentriert runtergespielt", schildert Ehrig, der den Sieg aber nicht zu hoch bewertet. "Chemnitz hat schon seit Saisonbeginn Personalprobleme, die sich sogar noch etwas vergrößert haben. Der Sieg war Pflicht."

Immerhin: trotz der sportlichen Bilanz ziehen die Verantwortlichen ein positives Fazit des doppelten Doppel-Heimspiels. "Es waren viele Zuschauer da. Für den Vereinszusammenhalt sind solche Tage ganz wichtig", schildert Michael Ehrig. "Das Drumherum war also top."

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