Mit der Jugend nach oben

Unbesiegt haben die Schachspieler des SV Lengefeld den Aufstieg in die Bezirksliga gefeiert. Es ist auch der Lohn für die gute Nachwuchsarbeit.

Lengefeld.

Zwar stand der Aufstieg des SV Lengefeld in die Schach-Bezirksliga schon vor dem 9.Spieltag fest, dennoch freuten sich die Spieler nach ihrem 4:4 beim SV Grün-Weiß Niederwiesa II über ihre Serie. Der Mannschaftsleiter der Lengefelder Franko Haugk sagte: "Wir haben die komplette Saison in der 1. Bezirksklasse ohne Niederlage absolviert. Es war noch einmal ein hart umkämpftes Unentschieden in Niederwiesa, die ja zu Saisonstart als Favorit auf den Aufstieg galten." Der 15-jährige Tom Grüner und der erst 12-jährige Sebastian Eccarius halfen als Ersatzspieler aus. Zusammen mit dem 2007 geborenen sächsischen Vize-Meister John Heinrich, Jannis Kowollik und Franko Haugk sammelten sie für die Gäste die Zähler. Alle neun Spieltage zusammen genommen, waren Kowollik (7,5), der 12-jährige John Heinrich (7) und der Mannschaftsleiter (7) die fleißigsten Punktesammler bei den Lengefeldern. Haugk erwartet von sich nichts anderes: "Ich spiele das erste Brett, muss also immer wieder neu mit Leistung überzeugen."

Seit 2012 wird in Lengefeld die Aufstellung auf Grundlage der Deutschen Wertungszahl vorgenommen, einem Vergleichswert für die Spielstärke des jeweiligen Denksportlers. "Streitigkeiten sind so ausgeschlossen und es zählt nur, was du mit den Figuren drauf hast", so Haugk, der zusätzlich als Nachwuchstrainer den jungen Schachspielern mit gutem Beispiel vorangehen will. "Die merken sofort, wenn man sich hängen lässt und verlieren selbst auch die Konzentration", so der 56-Jährige. Den Lehrgang für die C-Trainer-Lizenz, mit seinen knapp 150 Stunden Ausbildung, hat er vor zehn Jahren mit einem ganz bestimmtem Ziel in Angriff genommen: "Wir haben lange in der Bezirksliga, der siebenthöchsten Liga in Deutschland gespielt. Dann sind innerhalb kurzer Zeit viele Mannschaftskollegen gestorben. Ich wollte deswegen unbedingt etwas für die Nachwuchsrekrutierung machen."

Besonders stolz ist Franko Haugk dabei auf sein selbst von ihm entwickeltes Schach-Diplom-Förder-System. Beginnend mit einfachen Aufgaben führt er die Kinder an immer größere Herausforderungen auf dem Brett heran. "Wer richtig fit ist, darf sich am Ende sogar über T-Shirts und Pullover freuen, die den Spieler für seinen Einsatz beim SV Lengefeld auszeichnen", so Haugk. Das findet Anklang. Inzwischen kommen immer um die 14 Kinder zum Nachwuchstraining. Der Verein sei sogar dazu übergangen, interessierten Schülern einige Probeaufgabenaufgaben zu stellen und dann müsse über die Aufnahme vom Verein entschieden werden. Der Aufstieg sei ein klares Zeichen für die erfolgreiche Arbeit des SV. "Unsere Talente haben sich sehr gut in die 1.Mannschaft eingefügt. Die Zukunft spielt für uns", sagte Haugk. Die Begeisterung für den Sport werde generationsübergreifend gelebt. Der Mannschaftsleiter: "Bei uns liegen auf den Tag genau 67 Jahre zwischen meinem Vater Werner , als ältesten Spieler und unserem John, der mir im Nachwuchstraining hilft.

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