Nach der Saison ist vor der Saison

Nach einer durchwachsenen Spielzeit werden bei den Keglern bereits die Weichen für das neue Wettkampfjahr gestellt. Änderungen stehen bevor.

Stollberg.

Für die Altkreis-Kegler im Bezirk war die Saison 2016/17 nicht ganz so der Bringer. Nicht nur die SG Neukirchen in der Bezirksliga hat ein durchwachsenes Spieljahr hinter sich. Sieben Siege, aber auch sieben Niederlagen standen zu Buche. Dass es am Ende ein sicherer Tabellenplatz 4 wurde, war vor allem auf die Heimstärke zurückzuführen. Nur zweimal gab die SGN zu Hause die Zähler ab. Mit Beginn der neuen Saison Ende August stehen gleich mehrere Veränderungen an: So schließt sich das Team dem in Gründung befindlichen SKV 9Pins Stollberg an, zum anderen bekommt die Mannschaft ein neues Gesicht.

Weniger gut lief es für die Neuoelsnitzer Männer in der 2. Bezirksklasse. Nur 3 Siege aus 14 Spielen bedeuteten am Ende Platz 8 und damit den Abstieg in den Kreis. Da im Altkreis Stollberg kein Spielbetrieb mehr existiert, sind die SVN-Männer derzeit auf der Suche nach einem neuen Kreisverband für die nächste Serie. Die Wahl wird wohl auf Annaberg fallen, wo in der dortigen Kreisliga ein Neustart gewagt wird.

Die Neuoelsnitzer Damen haben trotz einer schwachen Rückrunde mit nur einem Sieg den Klassenerhalt geschafft. Dass die Bezirksklasse-Staffel sehr anspruchsvoll war, zeigt der Endstand: Zwischen Ehrenfriedersdorf als Zweitem und Neuoelsnitz als Sechstem liegen nur vier Punkte. Lediglich der Abstand zu den Plätzen 1 und 7 ist deutlich. In der neuen Saison muss der SVN vor allem auswärts öfters punkten. Dies gelang 2016/17 nur in Chemnitz.

Die Neuoelsnitzer Senioren retteten sich durch einen Schlussspurt noch auf den Bronzerang der Bezirksklasse. Zu Beginn der Saison mussten sich die Oldies erst einmal an die 120-Wurf-Punktewertung gewöhnen, was ihnen zunächst nur auf der Heimbahn gelang. Insgesamt gelangen sechs Heim- und drei Auswärtserfolge. Die Zwönitzer Oldies kamen in der gesamten Saison nur mäßig zurecht, so dass sie am Ende nur vier Siege, davon nur einmal auf fremden Bahnen, einfuhren. Entschuldigend sei gesagt, dass sie zu Saisonstart recht kurzfristig auf die Stollberger Bahn ausgewichen sind, woraus einige Anlaufschwierigkeiten resultierten. Dies soll sich mit der neuen Saison ändern. Dann werden sich auch die Zwönitzer Oldies dem neuen Verein anschließen.

Die zwei verbliebenen Neuoelsnitzer Jugendlichen, Felix Römer und Sebastian Hofmann, haben in einer Spielgemeinschaft mit Dörnthal auch eine durchwachsene Serie erlebt. In der Bezirksliga U 18 musste sich die SG deutlich den Teams aus Fraureuth und Auerbach geschlagen geben. Am Ende blieb der 3. Platz, der dennoch zur Teilnahme am Aufstiegsturnier zur Verbandsliga am 21. Mai berechtigt. Die Chancen stehen nicht schlecht, da drei Teams um zwei freie Plätze streiten. Altersbedingt darf in der Saison 2017/18 nur noch Hofmann starten.


Stollberger lassen mit Vereinsneugründung Kegeltradition in der Großen Kreisstadt wieder aufleben

Von 2007 zum Herbst 2015 ist es auf der Stollberger Kegelbahn an der Bergstraße ziemlich ruhig gewesen. Mit dem Weggang der Aktiven und der 2011 erfolgten Auflösung des KSC Stollberg waren der Wettkampfsport und das aktive Vereinsleben gänzlich von der Bildfläche verschwunden. Mit der Eröffnung der 9Pins-WM-Kegel-arena durch Betreiber Tim Kieß kehrte der Leistungssport Anfang 2016 schrittweise zurück. Immerhin trugen der Mittelbacher SV und die SG Neukirchen dort ihre Heimspiele aus. Nun soll die 1920 begonnene Stollberger Kegeltradition wieder aufleben. Dies wurde bei der Gründungsversammlung des Sportkegelvereins (SKV) 9Pins Stollberg deutlich. Der Vereinszweck ist dabei klar definiert: die Förderung des Wettkampf-, Nachwuchs-, Versehrten- und Breitensports.

Aktuell befindet sich der SKV "in Gründung". In den kommenden Wochen sollen dann alle Voraussetzungen für eine Eintragung ins Vereinsregister erfüllt werden. Dazu sind laut Pressewart Stefan Werth noch Termine bei Notar, Gericht, Finanzamt oder beim Kreissportbund notwendig. Jörg Geißler wird die Geschicke des Vereins als 1. Vorsitzender führen. Ihm zur Seite stehen Stellvertreter und Sportwart René Köhler sowie André Eidenschink als Schatzmeister. Zum erweiterten Vorstand gehören neben Werth ebenso Bahnwart Chris Georgi und Jugend-Chef Kai-Uwe Augustin. Dem SKV werden zum Start am 1. Juli etwa 25 bis 30 Mitglieder angehören. Mit an Bord sind dann nicht nur die jetzigen ersten Mannschaften von Mittelbach und Neukirchen. Außerdem kehrt die ehemalige erste Mannschaft des KSC Stollberg, die in den vergangenen zehn Jahren für den CSV Siegmar erfolgreich war, zurück zu ihren Wurzeln. Ebenso schließt sich ein Großteil der Zwönitzer Oldies dem SKV an. Ziel ist es, mit drei Herrenmannschaften in 1. und 2. Verbandsliga sowie Bezirksliga und einem Seniorenteam in die neue Wettkampfsaison zu starten. Jörg Geißler als künftiger Vereins-Chef: "Zum Auftakt geht es in erster Linie darum, ,ein' Verein zu werden und den Trainingsbetrieb zu starten. Auch ist das Potential für den Aufstieg in die 2. Liga da." (stw)

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