Nach zehn Wochen Pause rollt im Kreis wieder der Ball

Mit sieben Begegnungen beginnt kommenden Sonntag die Spielzeit 2018/2019 in der Fußball-Erzgebirgsliga. Die Landesklasse-Absteiger aus Großrückerswalde, Drebach und Stollberg gelten als Titelanwärter, doch in Bezug auf die Kaderzusammensetzung hat sich in anderen Vereinen mehr getan. Nach 182 Partien, die am 23. Juni 2019 beendet sein werden, stehen Auf- und Absteiger fest. Bis dahin werden so mancher Zweikampf, mancher Elfmeter und mancher Platzverweis für Diskussionen sorgen.

Annaberg-Buchholz.

Wenn am kommenden Sonntag der erste Pfiff für die neue Saison der Erzgebirgsliga ertönt, werden seit dem letzten Spieltag der abgelaufenen Spielzeit exakt 70 Tage vergangen sein. Zehn Wochen, in denen sich bei den Vereinen vieles geändert hat, sei es auf oder neben dem Rasen.

So hat exakt die Hälfte der 14 Vereine einen neuen Trainer präsentiert, darunter mit Stollberg, Drebach/Falkenbach und Großrückerswalde die drei Absteiger aus der Landesklasse. An einen neuen Chef an der Seitenlinie mussten sich zudem die Kicker aus Burkhardtsdorf, Schwarzenberg, Pockau-Lengefeld und Auerhammer gewöhnen. Aber auch auf dem Platz selbst gibt es Änderungen, ist die Sommerpause doch naturgemäß Schauplatz diverser Spielerwechsel.

Ruhig angehen ließen es Blau-Weiß Crottendorf und der SV Großrückerswalde. Während bei den Crottendorfern alles beim Alten geblieben ist, vermeldete der Landesklasse-Absteiger nur ein neues Gesicht. Die meisten Zugänge muss Nico Barthold, Trainer des FV Blau-Weiß Königswalde, integrieren: Immerhin sechs neue Spieler sind im Kader zu finden. Die Eingewöhnungszeit sollte aber kurz ausgefallen sein, immerhin stammen fünf der sechs Akteure aus dem eigenen Nachwuchs. Jeweils fünf Neuzugänge vermeldeten der SV Tirol Dittmannsdorf sowie Blau-Weiß Schwarzenberg, allerdings handelt es sich auch hier größtenteils um Talente aus der eigenen Jugend. Einen etwas anderen Weg ging dagegen der SV Auerhammer, denn neben dem Trainerwechsel tragen mit Marius Ehmig, Sandro Deland (beide Lößnitz) und Mohammed Khemiri (Schneeberg) drei Spieler zur neuen Saison das SVA-Trikot, die zuvor in Landesliga oder Landesklasse gekickt haben. Generell ist aber ein Trend zum eigenen Nachwuchs zu beobachten.

Doch was kann man von der Erzgebirgsliga 2018/19 erwarten? Hört man sich unter den Trainern der Clubs um, scheint zumindest dahingehend Einigkeit zu bestehen, dass es einen Durchmarsch wie den der Annaberger in der vorigen Saison kaum geben wird. Die Favoritenrollen sind verteilt, stellen aber keine allzu große Überraschung dar. So nennt ein Großteil der Übungsleiter die drei Absteiger Großrückerswalde, Stollberg und Drebach/ Falkenbach als Titelfavoriten, dazu kommen die Top-Teams der vergangenen Saison: Dittmannsdorf, Auerhammer und Crottendorf.

Auf eine längere Verweildauer im unteren Teil der Tabelle stellen sich dagegen nach Angaben der Trainer wohl mindestens die Hälfte aller Vereine ein, nicht nur die Aufsteiger Annaberg II und Neustädtel. Einen großen Umbruch hat der FSV Burkhardtsdorf hinter sich, ebenso Bermsgrün und Schwarzenberg. Für viele Verantwortliche bleibt als oberstes Ziel nach den Erfahrungen der vergangenen Saison, als vier Teams in die Kreisliga abstiegen, der Klassenerhalt. Am besten so schnell wie möglich.

Die Fans dürfen sich also auf viele umkämpfte und spannende Partien freuen. Und vielleicht reicht es ja für einen neuen Torrekord in der Erzgebirgsliga - bisher stammt der Bestwert aus der Saison 2013/14, als 910 Tore fielen, was einem Schnitt von 3,84 Treffern pro Partie in der damaligen 16er-Liga entspricht.

Auch ein milder Winter steht auf der Wunschliste vieler Verantwortlicher. Szenen wie in der vergangenen Saison, als manche Teams an einem verlängerten Wochenende zwei Nachholspiele bestreiten mussten und die Tabelle wochenlang nur geringfügige Aussagekraft hatte, wünscht sich keiner. Der Kreisverband hat reagiert, die Winterpause beginnt bereits Ende November und dauert bis Mitte März.

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