Nazarov freut sich auf den Weltmeister

In der WM-Qualifikation spielt der Stürmer des Fußball-Zweitligisten FCE mit Aserbaidschan gegen Deutschland. Der Auer verspricht der Löw-Elf einen heißen Tanz.

Bochum.

Dimitrij Nazarov ist in den Katakomben des Bochumer Stadions noch ein bisschen im Angriffsmodus gewesen: "Wir werden sehen, wer am Ende die Witze macht", sagte der 26-jährige Zweitliga-Kicker des FC Erzgebirge Aue am Sonntag mit einem Augenzwinkern. Gemeint war Andreas Köpke, der Vater von Veilchen-Torjäger Pascal Köpke und Torwarttrainer der deutschen Fußball-Auswahl. Die Löw-Elf spielt in der WM-Qualifikation am Sonntag in Baku gegen Aserbaidschan - mit Dimitrij Nazarov. "Andreas sehe ich alle zwei Wochen, wenn er in Aue ist. Ich habe ihm ein Unentschieden, ein gerechtes 0:0 oder 1:1 vorgeschlagen. Aber das wollte er nicht", so der FCE-Angreifer mit einem Schmunzeln.

Nazarov ist gestern in den Flieger gestiegen und in das Land geflogen, für dessen Nationalelf er die Fußballschuhe schnürt. "Der Weltmeister kommt, das wird ein Highlight, da freue ich mich total", sagte der technisch versierte Offensivmann, der den FCE beim 1:1 in Bochum in Führung geschossen hatte. Im fünften Spiel verwandelte Nazarov seinen vierten Elfmeter in Folge. Diesmal wählte er die vom Torwart aus linke Ecke. "Ich bin da variabel, und mein Geheimnis erzähle ich nicht", erklärte er und fügte an: "Wichtig ist, sich keine Gedanken zu machen, und sich hundertprozentig zu konzentrieren. Damit fahre ich am besten", beschrieb der ehemalige Karlsruher seine Elfmeter-Taktik.

Auch in der Nationalmannschaft tritt Nazarov die Strafstöße. Ob er am Sonntag Gelegenheit bekommt, steht in den Sternen. Die Aserbaidschaner sind Außenseiter. Doch Vorsicht ist durchaus geboten, denn die Mannschaft des kroatischen Trainers und ehemaligen Weltklassekickers Robert Prosinecki verkauft sich bisher sehr gut. Punktgleich mit Nordirland rangiert die ehemalige Sowjetrepublik mit sieben Zählern auf dem 3. Tabellenrang hinter Deutschland (10 Punkte).

"Das sind alles super Spieler, und es ist die beste Elf der Welt. Das wird unheimlich schwer", schaut Nazarov mit Respekt voraus. Bange ist ihm aber keineswegs: "Es ist unheimlich schwer, bei uns zu spielen, das wird auch Deutschland erfahren." Mal sehen, wer am Ende die Witze macht. (tt)

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