Neben Technik ist auch Ausdauer gefragt

In den letzten Jahren ist der Sachsen Master Cup meist in verkürzter Form über die Bühne gegangen. Diesmal waren die Alpine- Oldies öfter gefordert.

Pobershau.

Verteilt auf 750 Meter waren am Erlbacher Kegelsberg 27 Tore zu meistern. Die große Herausforderung bestand bei diesem Riesenslalom aber nicht in der Streckenführung. In erster Linie machte die nasse Witterung den Wintersportlern zu schaffen. "Es hat während des gesamten Rennens geregnet", berichtet Gero Teucher. "Trotzdem wurden die Rennen durchgepeitscht", ergänzt der Seniorensport-Referent des sächsischen Skiverbandes, dem aber nicht nur in organisatorischer Hinsicht viel an dem Wettkampf lag. Als Starter des TSV 1872 Pobershau ist Teucher immer noch selbst aktiv - und das mit beachtlichem Erfolg.

"Bislang hatte ich mit dem Hang in Erlbach immer meine Probleme", erklärt der M-45-Vertreter. Das Profil, das nach einem Flachstück plötzlich ein starkes Gefälle zu bieten hat, lag ihm in der Vergangenheit nie. "Aber diesmal habe ich alles ausgeblendet und bin mein Rennen gefahren", berichtet Teucher. Im ersten Lauf erreichte er das Ziel in 42,51 Sekunden - und lag damit knapp hinter Torsten Richter (42,49 s). Obwohl Teucher im zweiten Durchgang (42,51 s) schneller war, konnte er den Sportler des Ehrenfriedersdorfer SV nicht mehr von Platz 1 verdrängen. Zumindest nicht in der Tageswertung. In der Gesamtwertung des Sachsen Master Cups reichte es für Teucher dagegen zum Sieg. "Das lag aber auch daran, dass Torsten Richter nur drei Rennen gefahren ist, weil er oft mit dem Nachwuchs unterwegs ist. Sonst wäre es womöglich ganz eng geworden", gesteht der Pobershauer.

Insgesamt umfasste die sächsische Serie fünf Rennen. Obwohl ein Wettkampf der Witterung zum Opfer fiel, sorgte dieser Wert für zufriedene Gesichter. "Wir sind deutlich häufiger gefahren als in den vergangenen Jahren", so Teucher. Dass fast das komplette Programm durchgezogen werden konnte, erfreute auch andere Lokalvertreter. So holte Jan Böttcher, der beim Finale in Erlbach schnellster M-40-Fahrer war, Gesamt-Silber in seiner Altersklasse. "Dafür, dass er kaum trainiert, muss man vor seiner Leistung den Hut ziehen", lobt Teucher seinen Vereinskollegen. Auch Sebastian Weber vom TSV Streckewalde konnte im Sachsen Master Cup als Dritter der M 35 überzeugen. Sachsenmeisterin Claudia Neubert aus Drebach war dagegen zu selten am Start, um in die Gesamtwertung einzugehen.

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