Neues Domizil nährt Aufstiegshoffnung

Die Billardkegler des FCE Aue sind mächtig stolz auf ihr Leistungszentrum. Der Einzug erfolgte pünktlich zum 60. Geburtstag der Abteilung. Und die will nun auch sportlich mehr.

Aue.

Mit der neuen Heimstatt geht für die Billardkegler des FC Erzgebirge Aue ein sportlich ehrgeiziges Ziel einher: Aufstieg in die dritthöchste Spielklasse. Aktuell sind die Veilchen in der 1. Regionalklasse Westsachsen vertreten und mischten zuletzt vorn mit. Mit Beginn der Sommerpause erfüllte sich für die Mitglieder mit dem neuen Domizil in der Neustadt aber zunächst ein anderer lang ersehnter Traum.

Die zuletzt nicht mehr optimalen Bedingungen im Puschkinhaus am Postplatz sind Geschichte. Zu klein, zu eng, nicht mehr brandschutzgerecht - es musste eine Alternative her. Diese fanden die Auer mit Unterstützung der Nickelhütte in einem Bürohaus der Firma. Im Gebäude Rudolf-Breitscheid-Straße 65 nutzen die Bankdrücker des FCE seit langer Zeit schon Räume und sind nun die Nachbarn. Der Zeitpunkt des Umzugs passte perfekt: Ihn verbanden die Billardkegler mit den Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen der Abteilung, die 1959 von sechs Gründungsvätern unter dem Dach der BSG Wismut ins Leben gerufen wurde. Das neue Leistungszentrum Billard bildet einen Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Für die derzeit 16 aktiven Spieler ist es das schönste Geschenk. Abteilungsleiter Jan Schuster: "Wir haben uns räumlich vergrößert und zusätzliche Tische angeschafft." Von früher zwei erhöhte man auf sechs Platten. "Damit sind wir in der Lage, fast alle Billardarten, die es gibt, anbieten zu können. Das war eines der Hauptziele." Neben Chemnitz und Freiberg sei Aue mit Blick auf Kapazität und technische Ausstattung nun eines der Vorzeige-Billard-Zentren in der Region.

Den Veilchen stehen 160 Quadratmeter, aufgeteilt auf drei Räume, zur Verfügung. Dafür wurde laut FCE-Geschäftsführer Michael Voigt eine fünfstellige Summe investiert. "Es ist toll, dass sich eine Abteilung 60 Jahre hält und jetzt eine so moderne Spielstätte hat", sagte er. Dabei trete der FCE als Mieter der Räume auf. Der Umbau geschah größtenteils in Eigenleistung. Nach acht Monaten und 1500 Arbeitsstunden war das Projekt abgeschlossen, für das sich Uwe Stopp den Hut aufsetzte. Der Leiter der ersten Mannschaft koordinierte die Sanierungsschritte und wurde dafür mit der Goldenen Ehrennadel des FCE ausgezeichnet. "Im Verein bin ich seit 1979. Früher musste ich zum Billardspielen nur über die Straße gehen", sagte er.

Ans neue Domizil sind Erwartungen geknüpft. So hofft Schuster, mehr junge Mitstreiter zu finden. Und dann ist da noch die Sache mit dem Aufstieg. Die jüngste Saison schlossen die Lila-Weißen auf Tabellenrang 3 ab - das wäre fast der Sprung nach oben gewesen. "Jetzt steht die 3. Liga als Ziel ganz klar obenan", so Schuster. (mit ane)

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