Nicht den Hauch einer Chance

Die Regionalliga-Ringer des RSK Gelenau haben in Thalheim deutlich mit 1:27 verloren. Der Trainer nahm die Klatsche aber erstaunlich locker.

Gelenau/Thalheim.

Björn Lehnert hatte seine gute Laune schnell wiedergefunden. Vielleicht, weil es zu eindeutig war, was der Trainer des RSK Jugendkraft Lugau zuvor hatte erleben müssen. Mit 1:27 unterlagen seine Regional-Ringer am Samstagabend in Thalheim. Das Ergebnis: Es kommt einer Demütigung gleich. "Das war ein Klassenunterschied, das muss man einfach sagen", erzählte Lehnert, der durchaus gehofft hatte, dass sich seine Schützlinge beim Favoriten aus dem Zwönitztal besser verkaufen. Grundsätzlich sein eine Niederlage aber einkalkuliert gewesen. "Die Pleite unter der Woche zuhause gegen Potsdam hat mehr weh getan", so der Coach.

Speziell vor der Pause präsentierte sich der Tabellenletzte indes gar nicht einmal so schlecht - auch, wenn sämtliche Mannschaftspunkte an die Gastgeber gingen. So zeigte beispielsweise Daniel Franke im Limit bis 61 Kilo (klassisch), dass er auch im hohen Ringeralter von 39 Jahren noch immer mithalten kann. Kamil Wojciechowski (98 kg/Freistil) zog gegen Radek Dublinowski erst in letzter Sekunde den Kürzeren. Ebenso unglücklich aus Gelenauer Sicht verlief der Kampf von Stefan Saul gegen Florian Pohl in der Klasse bis 66 Kilogramm (Freistil). Der 31-Jährige agierte äußerst angriffslustig und unterlag am Ende nur wegen der niedrigeren Einzelwertung. "Stefan hat heute eigentlich seinen besten Saisonkampf abgeliefert. Die Niederlage ist deshalb umso bitterer", so Lehnert.

Nach der Pause ging es aus Sicht der Gäste dann aber dahin. Dustin Löser, der als Ersatz für den berufsbedingt fehlenden Fabian Jänicke im 86-Kilo-Limit (klassisch) ran musste, hatte Übergewicht, verlor gegen Chris Schneider in einem spektakulären Kampf aber auch sportlich. Fabian Franke, Sebastian Müller und Rico Richter sahen überhaupt kein Land und holten jeweils keinen einzigen Kampfpunkt. So war es schließlich dem von seinem Leistungsvermögen her wohl besten Gelenauer vorbehalten, im letzten Duell des Abends doch noch für den Ehrenzähler zu sorgen. Tomas Sobecky besiegte Tobias Löffler, den Thalheimer Kapitän, knapp.

Steffen Richter, der Trainer Gastgeber, gab im Anschluss zu, von den Gästen etwas mehr Gegenwehr erwartet zu haben. "Nichtsdestotrotz waren wir Favorit und sind dieser Rolle auch vollauf gerecht geworden", so Richter, der als Stärke in dieser Saison die mannschaftliche Geschlossenheit ausmacht. Für die Gelenauer heißt es nun erst einmal Wunden lecken und sich auf den nächsten Kampf vorzubereiten. Und dieser wird keineswegs einfacher: Am kommenden Samstag reist Tabellenführer Markneukirchen nach Gelenau - die Vogtländer haben in dieser Saison noch eine blütenweiße Weste.

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