Nichts Zählbares zum Auftakt

Sowohl die Männer als auch die Frauen der Zwönitzer Handballer haben den Saisonstart in den Sand gesetzt. Vor allem in der Offensive hapert es.

Zwönitz.

Die Zwönitzer Handball-Teams haben schon bessere Wochenenden erlebt. Sowohl die Männer in der Sachsenliga als auch die Verbandsliga-Frauen kehrten ohne Punkte von ihren jeweiligen Auswärtspartien zurück.

Dabei kamen die Männer beim 19:32 (8:16) in Weinböhla unter die Räder. "Die erste Viertelstunde war noch ganz passabel", sagt der Vereinsvorsitzende Ralf Beckmann. "Aber danach haben wir zu wenig Durchschlagskraft im Angriff entwickelt." Ein weiterer Nachteil: Während die Gastgeber personell aus dem Vollen schöpfen konnten, reisten die Zwönitzer mit lediglich zehn Spielern an und mussten auch auf Spielmacher Jiri Brecko verzichten. "Unter dem Strich zeigten meine Männer zu viel Respekt vor der Schwere der Aufgabe. So fanden wir im Grunde nie zu dem Spiel mit der Wucht und dem Tempo, welches wir zuletzt gezeigt haben", wertete Trainer Frank Riedel die Partie.

Bis zum 8:6 für die Gastgeber (15.) lief die Partie noch so, wie man es sich hätte vorstellen können. Die mangelnde Chancenverwertung und mehrere Zeitstrafen - stellenweise standen die Erzgebirger nur mit drei Feldspielern auf dem Parkett - brachten den Gastgebern aber dann den entscheidenden Vorsprung ein. Im zweiten Abschnitt bauten die Weinböhlaer ihre Führung beständig aus, sodass die Partie mit einem deutlichen Ergebnis endete. "Etwas zu hoch. Aber der Sieg geht in Ordnung", sagte Beckmann.

StatistikZwönitz: Treuter, Kerner; Anger, Fritsch (1), Langer, Becher (5), Kotesovec (1), Müller (2), Walther (2), Löbner (8); Siebenmeter: Weinböhla 5/5, Zwönitz: 3/2; Zwei-Minuten: Weinböhla 2, Zwönitz 6

Bei der Rückkehr an die Wirkungsstätte des letzten Spiels vor Corona hatten sich die Zwönitzer Verbandsligafrauen ebenfalls etwas mehr erhofft. Holten sie im März noch einen Punkt beim HC Glauchau/Meerane, setzte es diesmal eine 19:25-Niederlage (7:12).

Mit einer 3:1-Führung (5.) starteten die Erzgebirgerinnen gut in die Partie, verloren im Anschluss jedoch in der Offensive den Faden. "Wir zwingen den Gastgeber zu einer Vielzahl von Offensivfehlern, machen aber mit schlechtem Konterverhalten zu wenig daraus", schimpfte Trainer Steven Szpetecki nach dem Spiel. So zogen die Gastgeberinnen von 2:4 (7.) auf 10:5 (17.) davon, zur Pause blieb es beim Fünf-Tore-Vorsprung. Nach dem Seitenwechsel fanden die Erzgebirgerinnen besser ins Spiel und verkürzten auf 10:13 (34.). "Doch erneut hat es uns im Angriff und Umschaltspiel an Tempo gefehlt", so Szpetecki. Erst zum Ende hin wurden die Gäste treffsicherer, da war die Partie aber schon entschieden. (bral)

StatistikZwönitz: Müller, Wetzel; Mosel (3), M. Kaulfuß (3), Haunschild (2), Riesel, Hirsch, L. Kaulfuß (5), Hartenstein (1), Seidel (3), Viehweger (2), Kreher; Siebenmeter: Glauchau: 5/5, Zwönitz 10/8; Zwei-Minuten: Glauchau 0, Zwönitz 2

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