Nur einer schafft es bis ganz nach oben

22 Starter haben den Scheibenberger Steilhang bezwingen wollen. Das war leichter gesagt als getan.

Scheibenberg.

Premiere gelungen! Das Resümee, das die Mitglieder des MC Scheibenberg am Samstagmittag ziehen konnten, fiel kurz und knackig aus. Erstmals in der Vereinsgeschichte hatten sie ein Simson- Steilhangrennen als Vorprogramm zum Classic-Trial veranstaltet. Als Wettkampfstrecke diente der Rodelhang, nahe der Schanzen. Wettkampfziel: mit viel Geschick den Hang zu bezwingen.

22 Simson-Liebhaber versuchten dies. "Das schlechteste wäre, wenn es alle nach oben schaffen", so Organisations- und Trial-Sektionsleiter Knut Vetter vor dem Start. Weil der Hang trocken und damit die Herausforderung zu gering gewesen wäre, bauten die Veranstalter Kurven in die Strecke ein. Zudem wurde der Schwierigkeitsgrad durch eine "Fußregel" erhöht. "Ab einer bestimmten Grenze durfte man nicht mehr den Fuß absetzen. Das war bei mir das Problem", so Benjamin Gläser von den Simson-Schraubern aus Krumhermersdorf, der letztendlich in der Kategorie Spezial, also bei den aufgemotzten Mopeds, mit 56,8 Metern den 3. Platz belegte. Felix Grüner aus Raschau-Markersbach, ebenfalls Spezial, war der Einzige im Wettbewerb, der den Hang komplett bis nach oben bezwang.

"Die Veranstaltung ist ausbaufähig", stellte Karl-Heinz Vetter als Vorsitzender des MC Scheibenberg fest: "Was mich gefreut hat, waren die vielen Zuschauer." Er hofft ganz sehr, dass es 2017 eine zweite Auflage geben wird. Denn er hatte mitbekommen, dass ganz viele auf ihren Mopeds erst einmal nur zum Gucken gekommen sind.

Mit Zuschauen gab sich David Baumann aus Lauter nicht zufrieden: "Ich habe so etwas noch nie probiert", so der 18-Jährige: "Es ist auch nicht so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt hatte." Es mangelte, so schätzt er kritisch ein, am fahrerischen Können und am Moped. "Es hat noch nicht die richtige Form und auch noch nicht das richtige Fahrwerk." Dafür startete Baumann in der Gruppe der seriennahen Simsons. Sein Kumpel Danny Schreier aus Waschleithe brachte etwas Erfahrung mit: "Ich fahre öfter bei uns im Wald, aber an einer solchen Veranstaltung habe ich noch nie teilgenommen", bekannte der 17-Jährige.

"Spaß hat es gemacht", resümierte David Weißflog aus Zwönitz, ergänzte aber: "Ich war leider einer der schlechtesten, hatte die falschen Reifen." Doch der 17-Jährige will sich nicht unterkriegen lassen: "Bis zum nächsten Jahr wird nachgebessert und neu durchgestartet." Paul Schmelzer, der normalerweise Trial fährt: "Der Wettkampf war gut organisiert und sollte unbedingt ausgebaut werden", so der 16-Jährige.

Für Knut Vetter ist dies auch der richtige Ansatz: "Ich kann mir das Ganze als richtige, eigenständige Veranstaltung vorstellen. Vielleicht das nächste Mal mit einem freien Training im Vorfeld."

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