Pause endet mit flottem Kick

Die Zweitliga-Handballer des EHV Aue haben über Silvester und Neujahr kurz verschnauft. Nun stehen sie wieder voll im Training, um ab Anfang Februar an die erfolgreiche Hinrunde anknüpfen zu können.

Aue.

Mit einem flotten Kick in der Konstellation "Jung gegen Alt" sind die Zweitliga-Handballer des EHV Aue vorige Woche ins Training eingestiegen. Nach dem jüngsten Spiel am 27. Dezember genossen Spieler, Trainer und Betreuer eine kurze Pause über Silvester und Neujahr. "Der Abstand tat allen gut", sagte Trainer Stephan Swat und schickte die Jungs nach kurzer Aufwärmphase an den Ball - allerdings an den Fußball. Der Neujahrskick habe Tradition. Und konnte sich sehen lassen.

So legten Kevin Roch & Co. auch sportartfremd großen Ehrgeiz an den Tag. Letztlich siegten die alten Hasen - unter anderem mit Swat, Co-Trainer Kirsten Weber und Radek Musil - knapp mit 5:4 gegen die Jungspunde um Erik Töpfer, Adrian Kammlodt und Sebastian Paraschiv. Nicht nur der Sieg der "Oldies" freute Swat, der ein Hammertor zum Erfolg beisteuerte. Auch mit der Hin- und dem ersten Spiel der Rückrunde sei er zufrieden. "Das Erreichte kann uns keiner nehmen. Das haben wir uns hart erarbeitet." Vor allem die Heimstärke wolle das Team beibehalten. "Wir können zuhause jeden schlagen." Auswärts müssen mehr Zähler her. Die zwei Gesichter der Mannschaft auf heimischem und fremdem Parkett erklärt sich der Trainer unter anderem mit der Stärke der Liga. "Am stabilsten sind Coburg und Hamm-Westfalen. Sonst geht es eng zu. Und es kommen teils Heimsiege zustande, über die alle staunen. Einige dieser Überraschungen gelangen ja auch uns."

Die Stärken seiner Sieben sieht er vor allem im schnellen Integrationsprozess der Neuzugänge und in der zügigen Entwicklung der Spiellinie. "Es war ein großer Umbruch im Sommer. Umso stolzer können wir sein, wie wir uns verkaufen." Eine der größten Baustellen nach dem Weggang von Urgestein und Führungsspieler Eric Meinhardt: die Siebenmeter. Da fuchste sich Bengt Bornhorn unerwartet gut rein. "In der Vorbereitung war noch alles vakant", so Swat. "Doch im Dresden-Spiel gab es den Knackpunkt - und seither läuft es mit Bengt in dieser Rolle prima. Er ist gesetzt und hat das Selbstvertrauen. Ganz stark." Schwächen sieht Swat auf einzelnen Positionen in der Chancenverwertung und teils in der Abstimmung mit Blick auf Umschaltspiel und Konter. "An einigen Stellschrauben müssen wir noch drehen, um den Schwung mitnehmen zu können."

Fragezeichen stehen hinter den Verletzten. Kreisläufer Kevin Lux beschränke sich auf Kraft- und Ausdauertraining. Sein Kreuzband ist angerissen. "Er befindet sich in der Reha. Wir schauen nach sechs Wochen, wie es aussieht." Lauftraining absolviere Rückraum-Akteur Nico Schneider nach dem erneuten Mittelfußbruch. "Ich hoffe, er schafft den Anschluss schnell." Die komplizierte Verletzung von Franz Schauer, der sich zu Saisonbeginn nach einem Zusammenprall den unteren und seitlichen Augenbegrenzungsknochen brach, brauche indes noch Zeit. "Die geben wir ihm."

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