Regionalvertreter unter Druck

Unbeirrt gehen die Fußballer im Erzgebirge ihrem Hobby nach. Und so steht der Sport wieder im Vordergrund, der für alle drei Teams aus der Region Punkte bereithalten sollte.

Annaberg-Buchholz.

Die Fußballspiele im Erzgebirgskreis werden nach aktuellem Stand ausgetragen. Dies sagte der Geschäftsführer des Kreisverbandes, Jens Breidel. "Bislang haben uns keinerlei Auflagen ereilt seitens der Behörden. Die 1000er-Grenze an Beteiligten erreichen wir ja auf keinem Platz", fügt er an. Dennoch werde allen geraten, die Hygieneratschläge zu befolgen. Kreisverbandschef Jörg Prager hatte bereits vor dem vergangenen Spieltag angeordnet, generell auf das Shake-Hands zu verzichten.

Für den VfB Annaberg (11./ 17Punkte) kam es am vergangenen Wochenende knüppeldick: 1:5 unterlagen die Blau-Gelben zum Rückrundenauftakt beim starken Aufsteiger Sosa und rutschten dadurch in die gefährliche Zone. Zwar sind es einerseits nur fünf Punkte Rückstand auf den Viertplatzierten aus Burkhardtsdorf, andererseits aber nur fünf Vorsprung zum BSV Gelenau auf Rang 12. "Wenn wir am Sonntag keine drei Punkte holen, wird es schwierig", schätzt auch VfB-Trainer Daniel Mannsfeld die Lage seiner Mannschaft ein. Die spielerische Leistung sei gar nicht so schlecht gewesen, so Mannsfeld. "Aber wir haben unsere Chancen nicht genutzt." Nun ist seine Elf gegen den SV Großrückerswalde (5./ 21) gefordert, der zuletzt den Oelsnitzer FC 2:0 bezwang. "Eine spielstarke Mannschaft, die mehr auf spielerische Elemente setzt als auf Kampf", schätzt der VfB-Coach den Gegner ein und sieht dabei Vorteile: "Das liegt uns vielleicht sogar besser. Die wollen Fußball spielen, das ist auch gut für unseren Spielfluss." Dabei sind die personellen Möglichkeiten beim VfB jedoch eingeschränkt, denn hinter Richie Schulze, Rico Offenderlein und Valentin Breitfeld stehen große Fragezeichen, André Thiel fällt definitiv aus. Mannsfeld gibt sich trotzdem kämpferisch: "Wir müssen jetzt punkten. Alles andere als sechs Zähler aus den nächsten zwei Spielen wäre eine Enttäuschung."

Deutlich weniger Optimismus versprüht indes Kay Zaffrahn, Spielertrainer des BSV Gelenau (12./12). Am Sonntag wird er nur Trainer sein, wie er verrät: "Gegen Drebach habe ich mir einen Faserriss zugezogen, werde also nicht spielen können." Wer das überhaupt könne, weiß er selbst noch nicht so recht. "Es stehen einige Spieler auf der Kippe. Ich weiß nicht, ob ich elf Mann zusammenbekomme", so Zaffrahn, der vor der Partie in Schwarzenberg (6./21) daher lieber tief stapelt. "Das wird eine ganz schwere Aufgabe, zumal sich Schwarzenberg sicher auch für das 0:5 in Burkhardtsdorf rehabilitieren will", sagt der Gelenauer. "Wir werden uns wehren und das Beste draus machen."

Auch der SV Blau-Weiß Crottendorf (13./11) steht unter Druck, rangiert die Mannschaft von Trainer Gunnar Langer doch auf dem ersten Abstiegsplatz. Ein Sieg beim FV Krokusblüte Drebach/Falkenbach (9./ 19) ist daher fast schon Pflicht für die Blau-Weißen. "Ich erwarte einen spielerisch starken Gegner, was uns nicht ganz so liegt", so Langer, der aber von einer "umkämpften Partie" ausgeht. Selbstvertrauen gab das 3:3 gegen Spitzenreiter Thalheim am vergangenen Wochenende. "Wenn wir auf diese Leistung aufbauen, halte ich einen Sieg für möglich", sagt der SV-Trainer, der den Druck erhöht. "Vier Spiele ohne Niederlagen sehen zwar gut aus, aber bei drei Unentschieden kommt nur wenig rum. Wir brauchen wieder einen Dreier", so Langer.


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