Reife Leistung mit neuer Technik

40 Teilnehmer haben beim 4. Lauf des Erzgebirgscups ihre Modellrennwagen über die Strecke flitzen lassen. Einige hörten schon beim Warmfahren eine Stimme von oben.

Gelenau.

Heimvorteil ist eine schöne Sache, doch ein Sportler muss ihn auch zu nutzen wissen. Den Modellrennautofahrern des TSV Gelenau, die zusammen mit dem MSC Herrenhaide den Erzgebirgscup veranstalten, ist das am Wochenende beim Finallauf dieser Rennserie vollends gelungen. In der Gelenauer Mehrzweckhalle sicherten sich die TSV-Mitglieder Daniel Sieber, Torsten Müller, Dirk Bräuer und Uwe Sieber die Plätze 1 bis 4 in der Kategorie EB. Es war eine von fünf Fahrzeugklassen, in der am Sonntag bei den Finalläufen der Schnellste ermittelt wurde.

"Wir haben hier einen neuen grauen Teppich für die Rennstrecke verlegt", sagte Uwe Fischer aus dem Vorstand des TSV. "Im Vergleich zu dem blauen, den wir vorher hatten, wird diese Art Unterlage auch an anderen Orten befahren." So können alle zehn Vereinsmitglieder gut trainieren. Die Strecke in der Halle sei eine der wenigen Innenbahnen in der Umgebung. Da es auch eine beheizte Boxengasse gibt, kommen laut Fischer Teilnehmer aus anderen Bundesländern immer wieder gern ins Erzgebirge. "Theoretisch ist es möglich, bei uns 24 Stunden lang an 7 Tagen in der Woche sein Modellauto auszuprobieren. Diese Bedingungen haben andere Vereine so nicht." Deswegen würde er sich freuen, wenn die Mitgliederzahl des TSV weiter wächst, zumal der Sport weniger teuer ist, als viele es vermuten. Ein Einsteigerauto sei bereits ab 100 Euro zu haben. Die Kosten für Reisen - zum Beispiel zu den deutschen Meisterschaften, die Anfang April im Rahmen der Messe "Intermodellbau" in Dortmund ausgetragen werden - schlagen da schon kräftiger ins Kontor. "Für viele ist das hier eine willkommene Gelegenheit, sich dafür warm zu fahren", sagt Uwe Sieber. Er selbst - und auch sein Sohn - lassen dieses Jahr aber die Meisterschaft aus.

Auch der erfolgreichste Fahrer der Tourenwagenklasse, Lucas Fischer, hat erst einmal andere Punkte auf seiner Liste abzuhaken. "Vielleicht fahre ich mit meinem Vater mal nach Andernach bei Koblenz zu einer Veranstaltung. Leider bin ich in letzter Zeit eher selten in die Halle gekommen - die Rennen sind sozusagen mein Training", so der 22-Jährige. Für den Pobershauer reichte es in der Klasse TW Stock am Sonntag trotzdem zum Sieg. Gleichzeitig bedeutet dieser den Gesamterfolg im Erzgebirgscup für den Maschinenbaustudenten der TU Chemnitz.

Am Samstag konnte er in Ruhe eine der weiteren Neuerungen beim TSV Gelenau ausprobieren. Uwe Fischer: "Wir haben nun ein Programm, mit dem es möglich ist, die aktuell gefahrenen Rundenzeiten per Lautsprecher durchsagen zu lassen." Damit bekommt der Fahrer sofort Hinweise zu seinem Fahrstil und kann in den nächsten Runden die Kurve vielleicht etwas enger nehmen. "Manche macht die Ansage der Zeit vielleicht nervös, ich komme damit aber gut klar", sagte Lucas Fischer. Auch seien die Rundenzeiten nun für Interessierte in Echtzeit per Internet einsehbar.

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