Rekordmann besonders motiviert

Neben der nationalen Elite rückt beim 17. Thumer Werfertag auch ein junger Gelenauer Leichtathlet in den Fokus. Mit dem Diskus erreichte er zuletzt einen nationalen Bestwert.

Thum.

In Bestenlisten war Steven Richter schon immer weit vorn zu finden - sogar auf internationaler Ebene. Seit wenigen Tagen darf sich der U-18-Leichtathlet des LV 90 Erzgebirge aber endlich auch über einen offiziellen Rekord freuen, denn nie zuvor hatte ein deutscher Sportler seiner Altersklasse den Diskus so weit geworfen wie der Gelenauer zuletzt in Halle. Seine 65,95 Meter würde er diesen Samstag gern bestätigen oder gar ausbauen, steht doch mit dem 17. Internationalen Thumer Werfertag des LV 90 ein echtes "Heimspiel" auf dem Programm.

Die große Bühne gehört dabei zwar vier deutschen Meistern der Erwachsenen, doch auf Steven Richter werden im Stadion an der Wiesenstraße ab 13 Uhr dennoch viele schauen. Vor den Augen von Familienangehörigen und Freunden dürfte der Schützling von Trainer Christian Sperling besonders motiviert sein. Dass Vertreter aus seinem Bekanntenkreis zuschauen dürfen, ist eine Besonderheit. Schließlich wurden die bisherigen Wettkämpfe dieser Freiluftsaison fast immer unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. "Ohne Fans antreten zu müssen, ist schon ein echter Dämpfer für die Stimmung", sagt Kugelstoß-Bundestrainer Sven Lang.

Umso stolzer ist er darauf, dass sein Verein den Sportlern wieder eine schöne Kulisse bieten kann. Dank des genehmigten Hygienekonzepts können immerhin 250 Zuschauer dabei sein, wenn Athleten wie David Storl oder Christin Hussong auf Weitenjagd gehen. "Einige Restkarten werden ab 12.30 Uhr an der Tageskasse erhältlich sein", sagt Lang, der auch auf den Auftritt von Steven Richter gespannt ist. Der 17-Jährige gehört in zwei Disziplinen zur absoluten Spitze. Nicht nur mit dem Diskus sorgt er für Furore, sondern auch mit der Kugel. Trotzdem ist es bei vielen Wettkämpfen schwierig, zweimal zu glänzen.

Dies liegt weniger an der Umstellung auf die Drehstoßtechnik. "Das hat Steven gut hinbekommen", sagt Coach Sperling. Zum Problem werden aber häufig die Startzeiten für die Wettbewerbe. Liegen diese eng beieinander, kann in der zweiten Disziplin das Maximum nicht abgerufen werden. So wie zuletzt in Halle, wo Richter mit der Kugel nicht an seine Topleistung mit dem Diskus anknüpfen konnte. Auch in Thum ist aus diesem Grund im Diskuswerfen mehr zu erwarten. "Aber die Pause bis zum Kugelstoßen ist mit eineinhalb Stunden diesmal zumindest etwas länger", erklärt Lang.

Natürlich erwartet der Trainer auch von all den anderen Erzgebirgern gute Leistungen. Die Zahl der Schützlinge ist groß, denn der Wettkampftag beginnt bereits 10 Uhr mit dem Erzgebirgsmeeting. Diese ursprünglich für Ende Mai geplante Veranstaltung für die U 16 bis U 20, bei der neben Wurf- auch Lauf- und Sprungdisziplinen im Programm stehen, wird nun nachgeholt. Etwa 100 Starter aus fünf Bundesländern haben sich angekündigt.

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