Saisonauftakt hält Niederlagen bereit

Jeweils ohne Punkte sind Schneebergs Frauen und die Zwönitzer Männer in der Handball-Sachsenliga geblieben. Bei beiden lief es alles andere als optimal.

Schneeberg.

Einen durchwachsenen Saisonstart haben die Sachsenliga-Handballerinnen des SV Schneeberg erlebt. Sie unterlagen zuhause 21:25 (9:14) gegen die zweite Mannschaft des Chemnitzer HV.

Nach der sechsmonatigen Pause ging SVS-Coach Sascha Thieme mit voller Kapelle in die Partie. Zunächst lief es gut. Aus einer stabilen Defensive heraus übten die Gastgeberinnen Druck im Angriff aus und führten 6:3 (13.). Danach kamen die Gäste in Tritt. "Es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe", so Thieme. Dann folgte die erste Schwächephase des SVS. "Plötzlich fehlten Bissigkeit und Effizienz in der Offensive." So gelang dem HV die klare Pausenführung. In Hälfte zwei luden die Gastgeberinnen den Gegner förmlich zum Toreschießen ein. "Zusätzlich vergaben wir Möglichkeiten im Angriff." Die Fehler spielten Chemnitz in die Karten, ehe Schneeberg zum Zwischenspurt ansetzte und verkürzte. "Doch anstatt weiterzuarbeiten, verfielen wir in alte Muster", ärgerte sich Thieme. "Durch zu einfache Ballverluste haben wir den Gegner unnötig stark gemacht." Bitter: die Verletzung von Jeannine Prochnow. "Wir lassen trotz allem die Köpfe nicht hängen", sagt Thieme mit Blick auf die nächste Aufgabe. Die Partie beim Tabellenzweiten der Vorsaison, dem HSV Marienberg, wird sicher nicht leichter.

Schneeberg: Keßler, Putzker; Kiebs (1), Schmidt (1), Meyer (2), Prochnow (1), Martin, Fuhrig, Leonhardt (8/4), Weißmann (4), Zipplies (3), Norr, Graupner, Kolbe (1)

Die Sachsenliga-Männer des Zwönitzer HSV kamen beim HSV Weinböhla mit 19:32 (8:16) unter die Räder. Nach passabler Anfangsviertelstunde gelang den Gästen in der Offensive nicht mehr viel. Personalnot tat ihr Übriges. "Unter dem Strich zeigte mein Team zu viel Respekt vor der Schwere der Aufgabe. Damit war gegen einen starken Gegner nichts zu holen", sagte Coach Frank Riedel. Bis zum 8:6 (15.) lief es noch gut, ehe die Gastgeber in Überzahl gegen teilweise nur drei Zwönitzer mühelos davonzogen. Die Bürde aus der ersten Hälfte wog aus Sicht der Gäste zu schwer. So wuchs ihr Rückstand beständig, womit das Resultat am Ende eindeutig ausfiel.

Die Zwönitzer Verbandsligafrauen hatten sich beim HC Glauchau-Meerane ebenfalls mehr erhofft, als die 19:25-Niederlage (7:12). Doch sein Team zog kein Kapital aus einem guten Defensivverhalten, sagte Trainer Steven Szpetecki. "Wir zwangen den Gastgeber zu vielen Offensivfehlern, machen aber mit schlechten Kontern zu wenig daraus." Dazu kam eine Hypothek von nur drei Toren in 22 Minuten aus der ersten Halbzeit, die letztlich nicht mehr zu kompensieren war. Immer wieder fehlte es im Angriff und im Umschaltspiel an Tempo und Schwung. (mit bral)

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