Satzgewinn fühlt sich fast wie ein Heimsieg an

Volleyball, Dritte Liga Ost: VC Zschopau bietet dem Spitzenreiter Paroli

Zschopau.

Punkte hatten sich die Volleyballer des VC Zschopau an diesem Abend nicht erkämpft, dafür aber jede Menge Respekt. "Insgesamt sind wir mit der Partie zufrieden", sagte Trainer Andreas Richter nach dem Heimspiel gegen den Gymnasialen Sportverein Ehrenberg (GSVE) Delitzsch. Gegen den Spitzenreiter der Dritten Liga Ost hatte der Tabellensiebente aus dem mittleren Erzgebirge beim 1:3 zwar nur einen Satz gewinnen können, doch schon dieser Teilerfolg fühlte sich fast an wie ein Heimsieg. "Das ist mehr, als im Vorfeld zu erwarten gewesen war", sagt Richter, der dabei auf die Stärke der Gäste aus dem Nordwesten Sachsens verweist: "Sie haben nicht umsonst jahrelang in der 2. Bundesliga gespielt und kehren nun dorthin zurück."

Zu spüren war die Delitzscher Euphorie auch auf den Rängen, denn knapp 50 Fans feuerten den GSVE in Zschopau an. Weil sich zudem so mancher neutrale Zuschauer diesen Volleyball-Leckerbissen nicht entgehen lassen wollte, war die Halle so gut besucht wie lange nicht mehr. Trotz der weit mehr als 300 Zuschauer war den Gastgebern aber keinerlei Nervosität anzumerken. "Wir haben den ersten Satz sehr gut begonnen", fand Richter, da sein Team lange knapp in Führung lag, den Durchgang "aber nicht gut zu Ende spielte". Dass dabei mehrere Aufschlagfehler eine Rolle spielten, nahm der Coach zumindest zum Teil auf seine Kappe: "Das war Bestandteil unserer Taktik." Nur mit druckvollen und daher riskanten Aufschlägen habe der Außenseiter überhaupt eine Chance gehabt, den Gast unter Druck zu setzen.

Mit dem 22:25 schien die Moral der Zschopauer zunächst gebrochen zu sein, denn im zweiten Spielabschnitt (18:25) hielt sich die Gegenwehr in Grenzen. "Da war schon fast ein Klassenunterschied zu spüren", gesteht Richter, dessen Miene sich im weiteren Spielverlauf aber wieder aufhellte. Nun leistete sich plötzlich der Tabellenführer einige Unzulänglichkeiten, was mit mehreren Wechseln zu tun hatte. "Sie haben unter anderem den Zuspieler getauscht, was uns in die Karten spielte", sagt Richter, dessen Mannschaft sich den dritten Satz 25:19 schnappte. Nach der Rückkehr zur Stammformation übernahmen die Gäste dann wieder das Kommando und brachten den Sieg mit 25:17 nach Hause. "Die Fans wussten das richtig einzuschätzen", meint Richter, der sich trotzdem "über eine extrem gute Stimmung in der Halle" freute.

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