Schiri-Chef moniert Schwund bei Referees

Fußball: Tagung des Kreisverbandes in Thum zwischen Lob und Tadel

Thum.

Lediglich fünf der 98 im Spielbetrieb befindlichen Vereinsmannschaften hatten zur Jahrestagung keinen Vertreter in die Aula des Humanistischen Greifenstein-Gymnasiums entsandt. Am Freitagabend spielte das Thema Schiedsrichter eine zentrale Rolle, zunächst aber übernahm Thomas Roscher als Vorsitzender des Spielausschusses das Zepter. Er dankte Staffelleitern und Unparteiischen für die erfolgreiche Austragung von 1472 Partien im Herren-Spielbetrieb des Erzgebirgskreises. Zudem stellte er eine Neuerung vor: Ab sofort dürfen die Staffelleiter selbst entscheiden, ob sie einem Antrag auf Spielverlegung stattgeben, sollte der Gegner nicht auf die Anfrage antworten.

Deutlich lauter wurde der Leiter des Schiedsrichterausschusses, Jörg Prager (Foto). Der hob zuerst Aufsteiger Johnny Schiefer vom VfB Annaberg hervor, der jetzt Spiele in der Herren-Oberliga sowie in der B-Junioren-Bundesliga pfeifen darf. "Wir haben auch keinen Absteiger aus Landesliga, Landesklasse oder Kreisoberliga", lobte Prager zudem. Trotzdem bleibt die Anzahl der Unparteiischen eines der größten Probleme im Fußballkreis, so Prager. Zwar konnten 23 neue Schiedsrichter ausgebildet werden, die Quote derer, die relativ früh wieder aufhören, sei aber zu hoch. Unterm Strich stehen 13 Schiedsrichter weniger als 2017 zur Verfügung. Prager kritisierte auch die Vereine, von denen nur ein kleiner Teil das Angebot angenommen habe, mit kostenlosen Flyern auf Nachwuchssuche zu gehen. Zugleich stellte er mangelnde Unterstützung seitens der übergeordneten Verbände fest und kritisierte vor allem den sächsischen Verband.

Der anwesende Vizepräsident des SFV, Jörg Gernhardt, ging im Anschluss auf die Kritik ein und warb unter anderem mit finanziellen Anreizen für Vereine mit Schiedsrichter-Überschuss. Im Anschluss überreichte er Wolfgang Hoffmann aus Bockau die Goldene Ehrennadel des SFV für seine ehrenamtliche Arbeit. Geschäftsführer Jens Breidel fasste schließlich noch einmal die aktuellen Regeländerungen im Spielbetrieb zusammen - so gab er unter anderem auch Auskunft darüber, dass es auf Kreisebene im Gegensatz zu Weltmeisterschaft oder DFB-Pokal keinen vierten Wechsler in der Verlängerung geben wird.

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