Schlusslicht trumpft in Sachen Fairness auf

Auf den Fußballplätzen im Erzgebirge herrscht Sommerpause. Für "Freie Presse" Gelegenheit zu einem Saisonfazit - heute zur 1. Kreisklasse West.

Aue/Schwarzenberg.

Ähnlich wie in der Kreisliga hat der Meister und Aufsteiger der 1. Kreisklasse West den Deckel zügig draufgemacht. Der FC Schönheide, der in der Saison 2017/18 den Sprung in die Kreisliga noch knapp mit zwei Zählern Rückstand auf den SV Eisen Erla-Crandorf verpasste, rückt in die höhere Etage auf - während die Eisernen nach nur einem Jahr wieder zurück müssen. Ob sich die Schönheider als Neuling besser behaupten?

In der zurückliegenden Saison ließen sie keine Zweifel aufkommen. Schon zur Hinrunde führten sie die Tabelle klar mit allein zehn Zählern auf den Zweiten an. Dieses Polster schmolz nicht mehr. Im Gegenteil. Den Platz an der Sonne gab der FCS ab dem 2. Spieltag nicht mehr her und sammelte dank nur einer Niederlage und zwei Remis 71 Punkte. Philipp Seifert war mit 18 Toren am treffsichersten.

Im Feld der Verfolger tauschten in der Rückrunde der SV Saxonia Bernsbach (50) und der 1. ESV Grünstädtel (55) die Plätze, wobei Letzterer ohnehin den Aufstiegsverzicht erklärte und mit Platz 2 eine tolle Bilanz ziehen kann. Torschütze vom Dienst in den Reihen der Grünstädtler war Kenny Hellmich mit 42 Treffern, der damit dicht an die Leistung des Kreisliga-Top-Torjägers Philipp Unger (43) aus Sosa herankam. Begann es für den 1. ESV etwas holprig und führte bis auf Platz 7 hinunter, stabilisierte sich die Elf rasch und kassierte noch die Bernsbacher, die sich lange auf Platz 2 hielten. Aber gegen Saisonende ging ihnen die Luft aus. Der direkte Wiederaufstieg war passé. Ein Grund kann die schlechte Heimbilanz mit nur sechs Siegen bei fünf Remis und zwei Niederlagen sein.

Im Keller sah es für den WSV Johanngeorgenstadt von Beginn an düster aus. Kein Sieg in der Hinrunde. Und es wurde nicht besser. Nur drei Remis brachten Zähler - viel zu wenig, plus zu allem Übel Punktabzug wegen Schirimangels. Spitze sind die Bergstädter trotzdem - und zwar in Sachen Fairness. Konnten sie sich 2017/18 mit 21 Zählern als Drittletzte ebenso noch retten wie der SV Langenberg als Viertletzter, erwischte es nun ein Quartett. Darunter den FSV Bad Schlema, der als Viertletzter mit 22 Zählern absteigt. Runter müssen auch Hohndorf (22) und die Langenberger (16), wobei allein Letztere erst in der Rückrunde eine Talfahrt erlebten: von Platz 9 bis auf den vorletzten Rang.

In Sachen Torjägerkrone folgte Kenny Hellmich Martin Broers vom fünftplatzierten SV Wismut Erlabrunn mit 28 Treffern. Noch bei Halbzeit lagen beide mit 14 beziehungsweise 15 Toren dicht beieinander. Auf Rang 3 reihte sich Kaltrim Rama (23) von Schwarzenberg II ein. Die höchsten Niederlagen erlitt Langenberg - gegen Zschorlau 0:11 und gegen Grünstädtel 2:12. Insgesamt fielen 780 Tore, also im Durchschnitt 4,3 pro Partie.

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