Schneeberg hält Rabenstein auf Distanz

Der FC Concordia führt nach dem 0:0 gegen einen direkten Verfolger weiter die Fußball-Landesklasse West an. Schwarzenberg bleibt Spitzenreiter in der Erzgebirgsliga, Bermsgrün liegt nun auf Rang 7.

Schneeberg/Schwarzenberg/Dittmannsdorf.

Auch nach Spieltag 6 in der Fußball-Landesklasse West ist der FC Concordia Schneeberg weiter ungeschlagener Tabellenführer. Das Heimspiel gegen einen unmittelbaren Verfolger, die SG Handwerk Rabenstein (jetzt 4.), endete 0:0.

"Obwohl kein Tor gefallen ist, war das eine ansehnliche Partie. Wir haben wieder einen starken Kontrahenten auf Distanz gehalten", sagte Schneebergs Trainer Armin Oechsner. "Unsere Viererkette stand gut, hat sich prima ergänzt. Die Gäste kamen kaum zu gefährlichen Aktionen. In ihren bisherigen fünf Partien hatte die SG ja 13-mal getroffen."

Die Platzbesitzer verbuchten drei klare Möglichkeiten zum Torerfolg, konnten jedoch keine nutzen. "Das einzige Manko bei unserem Auftritt", so Oechsner, der mit der Laufarbeit, dem Körpereinsatz und dem Zweikampfverhalten seiner Elf sehr zufrieden war. "Vorn fehlt es manchmal noch an der nötigen Ruhe und Nervenstärke." So war Philip Meinhardt vier Meter vor dem Gehäuse nach einem Querpass von Marcel Schumann zu überrascht, um an den Ball zu kommen. Nach der Pause brachte Tim Martin in zwei verheißungsvollen Situationen den Ball nicht im Netz unter. "Kein Vorwurf an die Jungs. Auch Tim, der von Kreisligist Zschorlau zu uns kam, macht seine Sache schon gut. Er sammelt wichtige Erfahrungen."

Schneeberg: Kieser; Ch. Küllig, Brauner, Günther, Trültzsch (66. Stopp), Martin, Baars, Leuschner (80. L. Unger), Meinhardt, Queck (82. Pokowietz), Schumann. (stl)

Erzgebirgsliga

Quasi auf den letzten Drücker gewann der FSV Blau-Weiß Schwarzenberg sein Heimspiel gegen den BSV Eintracht Zschopautal mit 2:1 (1:1). "Ein Arbeitssieg", so René Uhle, Trainer der Gastgeber. Gegen ein robustes Team mit guter Defensive tat sich seine Elf ziemlich schwer. "Wir kamen nicht richtig in die Gänge, denn Zschopautal stand gut und machte die Räume sehr eng." Zwei Chancen in der 14. und 18. Minute blieben ohne Erfolg. "Zum Glück patzten auch die Gegner im direkten Umkehrspiel." Nach 25 Minuten jubelten die Platzherren dann. Danny Leipner eroberte das runde Leder im Mittelfeld, zog nach vorn und passte auf Kameraj, der wieder zu Leipner spielte und sich dann mit über dessen Tor zum 1:0 freute. Der Ausgleich fiel in der 40. Minute. Uhle: "Den Konter haben wir verpennt."

In Hälfte zwei taten sich die Platzbesitzer erneut schwer, einen Faden zu finden. Mit Glück hielt das 1:1, ehe Schwarzenbergs Kameraj in Ballbesitz kam, zwei Gegner stehen ließ, abzog und Frank Mußmacher das abgefälschte Leder erwischte - und das 2:1 (90.) erzielte. "Sozusagen in letzter Sekunde. Umso größer war die Freude", so Uhle. "Jetzt haben wir Großrückerswalde vor der Brust - für mich Aufstiegsfavorit. Aber wir können frei aufspielen. Mal sehen, was geht", so der FSV-Coach.

Schwarzenberg: Bunde; Rumberger, Reh, Schönrock, Eschebach (60. Shaikhi), Jahn (52. Beck), Klöden, Rama (77. Mußmacher), Györvari, Kameraj, Leipner. (ane) Nach zuletzt drei Siegen in Folge unterlag der SV Eintracht Bermsgrün beim hart spielenden Tabellenzweiten SV Tirol Dittmannsdorf/ Witzschdorf unglücklich 0:1 (0:1). Die Elf von Trainer Heiko Hörig ist nun auf Tabellenplatz 7 zu finden.

Obwohl dem SVE nicht weniger als eine komplette Elf wegen Verletzungen und privaten Gründen fehlte, hatten die Gäste in den kampfbetonten 90 Minuten die klareren Chancen. Dazu kam ein vermeidbarer Treffer der Tiroler: Zwei SVE-Verteidiger wurden sich nicht einig, der mitgelaufene Pavel Ryant hob den Ball über den herauslaufenden Tormann Sören Grenz ins Netz (27.).

Die Eintracht spielte nun immer besser mit, kam noch vor der Pause zu guten Gelegenheiten. Doch Robert Pohl wurde bei seinem Schuss strafstoßreif umgestoßen, ein Kopfball von Arne Schlegel verfehlte den Kasten knapp. Nach Wiederbeginn strahlten die Gastgeber durch zwei Kopfbälle so etwas wie Gefahr aus, aber das war es dann auch. Bermsgrün hatte noch drei richtig dicke Möglichkeiten. So parierte der Torwart einen Seitfallzieher von Oliver Richter, Tom Hörig hatte Pech bei seinem Heber aus etwa 25 Metern. Die beste Ausgleichschance ließ Kapitän Markus Hudalla liegen - ein überhasteter Fallrückzieher (84.).

Letztlich muss sich die Eintracht dieses Fazit gefallen lassen: Wer kein Tor erzielt und beim Gegentor mithilft, steht am Ende ohne Punkte da.

Bermsgrün: Grenz; Schiecke, Strauß, Engl, Schlegel, Hudalla, Pohl, Veith (78. U. Hörig), Tom Hörig (87. Hecker), Richter, Süß.(hür)

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