Schneeberger fällt wichtige Entscheidung

Motorsportler Dominique Thury wird in Zukunft nicht mehr auf mehreren Hochzeiten tanzen. Die von Verletzungen geprägte jüngste Freiluftsaison ist ein Ursache dafür.

Schneeberg.

Seine Entscheidung steht fest: Dominique Thury kehrt nächstes Jahr dem ursprünglichen Motocross den Rücken und konzentriert sich voll und ganz auf den Supercross (SX), eine ganz spezielle Disziplin dieses Offroadsports. "Die Gründe dafür sind vielfältig", sagt der Schneeberger.

Schon seit einigen Jahren fühlt sich der 24-Jährige unterm Hallendach offenbar deutlich wohler als unter freiem Himmel. Das zeigen zum Beispiel seine Ergebnisse in der ADAC-Serie, die in der Chemnitz-Arena unter organisatorischer Federführung seines Heimatvereins MSC Lugau Station macht. Seinen bisher größten Erfolg feierte der KTM-Pilot aber in der Dortmunder Westfalenhalle mit einem Podestplatz in der Klasse MX 1 gegen starke internationale Konkurrenz.

"Das war ein unglaubliches Gefühl. Ich hatte richtig Gänsehaut. Der Supercross liegt mir einfach mehr, er ist meine Leidenschaft. Ich denke, da kann ich besser zeigen, was ich drauf habe", erklärt Thury, der bislang auf mehreren Hochzeiten tanzte - in der ADAC-MX-Masters-Serie, in der deutschen Motocross-Meisterschaft der Klasse MX open und eben im Supercross. Es sei jedoch an der Zeit, umzudenken und sich neuen Herausforderungen zu stellen. "Es waren schöne Jahre, aber jetzt orientiere ich mich mit starken Partnern neu."

Ein weiterer Grund fürs Umdenken ist die Entwicklung in der deutschen Meisterschaft, in der deutlich weniger Fahrer am Start sind als in anderen Serien. Zuletzt kämpften in Thurm nur noch 24 Fahrer in der Klasse MX open um Punkte. Zum Vergleich: Sowohl in der Masters- serie als auch im Supercross sind Qualifikationsläufe nötig, um einen der Finalplätze zu ergattern. "Mit weniger Fahrern lässt das Interesse der Sponsoren nach. Ich musste in dieser Saison zum Beispiel enorm viel selbst investieren, um überhaupt antreten zu können. Das wird sich jetzt ändern", so Thury.

Der Schneeberger wird sich in der Vorbereitung in Rennen in den Niederlanden, in Polen und in Frankreich fit machen. Geplant sind danach unter anderem Starts in der ADAC-SX-Meisterschaft in Deutschland, die in Stuttgart, in Chemnitz und in Dortmund ausgefahren wird, sowie in der britischen Arena-World-Cross-Tour. Diese beginnt am 17. Februar im Londoner Wembley-Stadion, führt dann über Belgien am 3. März zum Finale in der Düsseldorfer Esprit-Arena am 10. März.

Vor allem aber will Dominique Thury verletzungsfrei bleiben. Das war in der gerade zu Ende gegangenen Freiluftsaison nicht der Fall. So musste er nach einem schweren Trainingssturz in Wilnsdorf mehrere Wochen zwangspausieren. Auch das Finale der ADAC-Masters-Serie verlief für den Schneeberger unglücklich. Trotz starker Trainingsleistung ging er in Holzgerlingen letztlich leer aus. "Im ersten Rennen lag zwischendurch das Podest in Reichweite. Doch bei einem Sturz landete ich auf dem Kopf und musste aufgeben", fasste der Erzgebirger seinen Schlusspunkt im Motocross zusammen.

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