Schneebergerinnen stoßen den Bock um

Die Handballerinnen des SVS haben mal wieder gewonnen: Dem Sachsenligisten gelang vor heimischer Kulisse am Wochenende ein ganz wichtiger Sieg. Mit einem Remis mussten sich indes die Zwönitzer Männer begnügen.

Schneeberg/Zwönitz.

Einen wichtigen Heimsieg haben die Sachsenliga-Handballerinnen des SV Schneeberg am Sonnabend gefeiert. Daheim bezwangen sie nach großem Kampf und dank mentaler Stärke mit der HSG Neudorf/Döbeln einen Tabellennachbarn mit 26:21 (12:11).

Im zweiten Rückrundenspiel waren die Gastgeberinnen zum Siegen verdammt. Als Drittletzte stehen die Bergstädterinnen mit dem Rücken zur Wand und ließen zuletzt insbesondere in der Offensive viele Chancen liegen. "Uns war klar, dass wir es auch gegen Neudorf/Döbeln nicht leicht haben würden", so SVS-Trainer Sascha Thieme, der erneut einen geschwächten Kader auf der Bank hatte. "Es sind zwar meistens fast alle da, aber viele gehen angeschlagen in die Duelle." Trotzdem war ein Sieg das Ziel. "Zu Beginn gestaltete sich die Partie holprig", sagte Thieme. So gingen die Gäste 2:1 (5.) in Führung. "Mit einer aktiv agierenden Abwehr zwangen wir sie aber zu einfachen Ballverlusten." Schnelle Angriffe brachten Selbstvertrauen. So leuchtete bald ein 5:4 (12.) von der Anzeigetafel. "Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe", so Thieme. Über 9:7 (19.) und 11:9 (22.) ging es mit einem knappen Vorsprung von 12:11 in die Pause.

Nach Wiederbeginn zeigten sich zunächst die Gäste auf der Höhe und gingen 14:12 (34.) in Führung. Thieme zog die Bremse und wählte in der Auszeit klare Worte. Das sollte fruchten. Sein Team fand wieder in die Spur und glich in der 44. Minute zum 16:16 aus. Beim 18:17 aus Schneeberger Sicht ging ein Ruck durch die Mannschaft. "In der Defensive wurde nun noch mehr um jeden Ball gekämpft. Auch offensiv gelangen sehenswerte Treffer, die clever herausgespielt waren." Über 20:17 (51.) und 22:20 (55.) blieb der SVS auf Kurs und ließ sich den Erfolg nicht streitig machen. "Ich ziehe den Hut vor dieser Leistung. Großes Lob an mein Team", freute sich Thieme. Basis des Erfolgs sei die stabile Abwehr gewesen. "Dazu kamen ein wieder erstarkter Angriff und der unbedingte Siegeswille."

Das erwartet schwere Duell lieferten sich die Sachsenliga-Männer des Zwönitzer HSV und der SG Zwenkau. Am Ende sah es im Erzgebirge beim 28:28 (13:16) keinen Sieger. "Nach dem Verlauf war es für uns ein gewonnener Punkt", so HSV-Trainer Frank Riedel, der eine Steigerung im Vergleich zur Vorwoche erkannte. "Für mehr war unser Angriffsspiel aber zu fehlerbehaftet." Die Gastgeber fanden schwer in die Partie, vielmehr führte Zwenkau 4:1 (5.). Wäre der Zwönitzer Torhüter Michal Kerner in dieser Phase nicht wiederholt zur Stelle gewesen, wäre der Beginn noch viel klarer zugunsten der Gäste ausgefallen. Erst nach dem 2:4 (8.) durch Radoslav Miller lief es ausgeglichener, wenngleich zur Pause ein Drei-Tore-Rückstand blieb.

In Halbzeit zwei sah es für Zwönitz kaum besser aus, während Zwenkau in der Defensive ungeahndet mit allen Haken und Ösen agierte. Abspielfehler und vergebene Chancen auf Gastgeberseite taten ihr Übriges - 20:25 (47.). Fast schien die Niederlage besiegelt, ehe die Abwehr der Erzgebirger endlich Zugriff fand und in den letzten zwölf Minuten nur noch drei Gegentore zuließ. Vorn ackerte sich der HSV mit Tempogegenstößen Tor um Tor heran und verkürzte durch Christian Becher auf 26:28 (56.). Zum Schluss waren es die Treffer Nummer 11 und 12 des starken Radoslav Miller, die das Unentschieden sicherten.

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