Schneebergs Frauen machen Gegner stark

Neben den Sachsenliga-Handballern von Aue II kassieren die SVS-Damen in der Verbandsliga eine Niederlage. Die anderen Vertreter der Region in dieser Klasse aber siegen.

Aue/Schwarzenberg/Zwönitz.

Am 6. Spieltag der Handball-Sachsenliga der Männer hat der EHV Aue II bei der SG Leipzig/Zwenkau mit 27:35 (15:15) deutlich den Kürzeren gezogen. Während der Sieger nun Tabellendritter ist, belegt das Auer Juniorteam mit 4:8 Zählern Platz 10.

Der 1:0-Führung der Gäste durch Simeon Fischer folgte eine ausgeglichene erste Halbzeit, in der die Randleipziger allerdings stets vorlegten. Zwischenstände in dieser Partie auf hohem Niveau waren 7:4 und 11:8. Beim EHV wussten vor allem Peter Niemczyk im Rückraum und Mathis Krauß auf Rechtsaußen mit variablen Abschlüssen zu überzeugen.

Mit einer weiterhin offensiven Abwehr schafften es die Erzgebirger auch nach der Pause immer wieder, den Ball zu erobern und Konter erfolgreich abzuschließen. Bis zur eigenen Auszeit beim Stand von 24:25 blieb die Partie spannend. Doch zu viele Fehlwürfe der Gäste innerhalb nur weniger Minuten führten zu einem Zwischenstand von 29:25 für die Gastgeber. Das taktische Mittel des siebenten Feldspielers brachte in den verbleibenden Minuten dann nicht mehr die erhoffte Wende.

Aue II: Raupach, Bamler, Meyer, Schwenning, Baumgarten, Ebert (1), Niemczyk (7), Friedel (4/4), Keller (3), F. Roth, Fischer (5), Krauß (7), Schauer. (kiw) Die Frauen des SV Schneeberg waren in der Verbandsliga West in eigener Halle dem HSV Mölkau mit 22:25 (9:15) unterlegen. Trainer Sascha Thieme hatte beruflich bedingt nicht den kompletten Kader zur Verfügung, doch auch die Gäste reisten nicht in der Stammbesetzung an. Dennoch agierten sie sofort hellwach, während der SVS mit Unsicherheiten im Angriff und löchriger Abwehr den HSV aufbaute (0:4). Eine Auszeit und mehrere Umstellungen brachten nicht den gewünschten Effekt - mit sechs Toren Rückstand ging Schneeberg in die Pause.

Bis zum Stand 15:21 änderte sich nicht viel, doch dann kam der SVS mit einem 6:2-Lauf wieder heran. Beim 21:23 keimte nochmals Hoffnung auf. Nach der vergebenen Chance zum 22:23 und dem 24. Tor der Gäste war die Partie allerdings gelaufen. Thieme: "Da haben wir im Training noch einiges zu tun, um im kommenden Derby gegen Raschau-Beierfeld punkten zu können."

Schneeberg: Putzker, Keßler, Heindel; Albert (4), Kiebs (5), Martin (4), Leonhardt (5/2), Dörfel, Bamler, Fuhrig (1/1), Pokowietz. (stl)

Den Verbandsliga-Handballerinnen der SG Raschau-Beierfeld ist der ersehnte Befreiungsschlag gelungen. Im Kellerduell mit dem Tabellenschlusslicht BSC Victoria Naunhof fuhren sie in der heimischen Spiegelwaldhalle einen 29:26-Sieg (13:16) und so die ersten Punkte ein.

In der ersten Halbzeit agierten beide Teams auf Augenhöhe. In dem offenen Schlagabtausch konnte sich zunächst keiner absetzen, bis die Gäste noch drei Tore Vorsprung herauswarfen. Doch davon ließ sich die SG nicht beeindrucken. Mit Beginn der zweiten Halbzeit arbeitete die Abwehr konzentrierter und setzte die Naunhoferinnen zunehmend unter Druck. Das führte zu Ballgewinnen und erfolgreicher Vorwärtsbewegung. Auch die starke Torhüterleistung von Carolin Schramm gab dem Team Sicherheit. Dadurch wurde nicht nur der Rückstand aufgeholt, sondern mit viel Kampfgeist die Partie auch noch gewonnen.

Raschau-Beierfeld: Schramm, Röder; Schmidt (8), Neubert, Döscher (8/7), Demm- ler (2), Jampe (4), Groschupp (2), Mikosch (1), Ulbricht (4), Hänel. (aweb)

"Endlich sind wir in dieser Liga angekommen", so das Fazit von Trainer Steffen Kühnel, nachdem die Männer von Verbandsligist SV Schneeberg die SG Chemnitzer HC mit 26:25 (12:14) bezwungen hatten. Der Siegtreffer gelang jedoch quasi erst mit dem Schlusspfiff - durch einen Freiwurf von Max Unbehauer, dem besten Mann auf dem Parkett.

Schneeberg versuchte mit Spielwitz, Einsatz und Leidenschaft, die Chemnitzer schon beim Aufbau zu stören und im Abschluss sehr konzentriert zu Werke zu gehen. Nach dem 8:5 (15.) wurden die Gäste stärker, glichen aus und lagen zur Pause der hart, aber nicht unfair geführten Partie mit zwei Treffern vorne.

Nach dem Seitenwechsel glich der SVS aus und legte vor, schaffte aber keinen größeren Vorsprung. So blieb es bis zum Schluss spannend.

Schneeberg: Helbig, Treuter; Reinhold (1), Thielemann (2), Boericke (3), Otto (1), Unbehauer (4), Görner (5), Kolbe (1), Lieberei, Herholz (9). (stl)

Pünktlich zum ersten Auswärtsspiel gegen eines der stärkeren Verbandsliga-Teams konnten die Männer des Zwönitzer HSV ihre bisher wohl beste Saisonleistung abrufen und bei der HSG Freiberg II unerwartet deutlich 36:24 (16:13) gewinnen.

"Meine Mannschaft war hoch motiviert und lieferte einen starken Auftritt ab. Kompliment für diese Leistung, an die wir in den nächsten Spielen anknüpfen müssen", lobte Coach Frank Riedel. Freiberg legte zwar zum 2:0 vor, konnte aber nicht verhindern, dass der HSV schnell ausglich und ab der 12. Minute stets, wenn auch zunächst knapp, in Führung lag. Nach einem verhaltenen Start in die zweite Hälfte sollte ein starker 6:0-Lauf der Zwönitzer zum 25:16 (41.) für den Ausgang der Partie entscheidend sein. In dieser Phase machten die cleveren Gäste die Abwehr dicht und sorgten mit Tempogegenstößen und durchdachten Angriffen für den klaren Vorsprung.

Zwönitz: Kerner, Stopp; Viehweger, Kotesovec (4), Franke, Langer (2), Schmidt (3), Becher (3), Hartenstein (3), Küntzel (1/1), Löbner (12/6), Brecko (8), Schlömer. (bral)

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